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13 (1851) Der Talisman
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theilung nicht ganz frei war. Die Höflinge kehrten ihre Au-gen dem König zu, um den Empfindungen, welche seine Zügeausdrückten, nachspüren und sie nachahmen zu können, undThomas de Vaur gähnte fürchterlich wie einer, der sich widerWillen einer lästigen Buße unterwirft. Der Gesang Blon-dels war, wie sich von selbst versteht, in der normannischenSprache; aber die folgenden Verse geben seinen Inhalt undseine Art.

In der Näh' der schönen Stadt Benevent,

Als der Tag vor Johanni ging zu End'

Und Ritter für's nahe Turnier die Hand'

Regten von muthigem Eifer entbrennt.

Im grünen Kleide ein Page behend»Eine Prinzessin ist's, die ihn send't,)

Das Lager durcheilet, und, wie er rennt.

Forscht nach dem Engländer Thomas von Kent.

Viel war er gelaufen, und lief noch mehr.

Bis da« Zelt er fand, das er suchte sehr.

Außer Stadl und Eisen wog nichts hier schwer!

Als ob Geld darin nicht zu Hause war.

Au zahlen des Waffenschmiedes Begehr,

Sieht man den Ritter mit eigner BeschwerFeilen und Hämmern sein Rüstzeug und WehrFür das morgende Fest so hoch und hehr.

So spricht meine Herren," der Pag' begann.

Und der Ritter hört ihn voll Ehrfurcht an,

«Benevents Prinzeß nennt sie Jedermann"Und du bist ein schlichter, geringer Kumpan;

»Wer einen so hohen Baum will hinan,

Ueber solch eine Bucht will springen die Bahn,

»Der zeige durch Werke, die er gethan,

»Daß Hohes zu lieben er wagen kann."

Drum spricht meine Dam'.» gab der Pag' Bescheid,

Und der Ritter verbeugt sich voll Löslichkeit,

»Wirf deine eiserne Rüstung bei Seit',

Und kleide dich hier in das Nachtkleid,

»Aus Draht nicht, sondern aus Fäden bereitst,

»Und also voll Muth in die Schranken reit',

»Und kämpfe mit Jedem wie allezeit,

Und sieg' mit Ehr' oder sinke mit Leid."