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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
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aber ihr funkelndes Auge begegnete plötzlich dem des Nu-biers, obgleich sich derselbe hinter den anwesenden Edelleutenzu verbergen strebte, und sie sank auf einen Sitz und wurdeso bleich, daß die Königin Berengaria Wasser und Essenzenverlangen zu müssen glaubte, und alle Anstalten machte, diezur Ohnmacht einer Dame gehören. Richard, der die Stärkevon Ediths Gcmüth besser kannte, forderte Blondel auf, sei-nen Sitz einzunehmen, und sein Spiel zu beginnen, indem erbemerkte, daß Minstrelkunst das beste Mittel sei, eine Planta-genet in's Leben zurück zu rufen.Sing uns," sagte er,dasLied vom blutigen Gewand, dessen Inhalt du mir erzähltest,ehe ich Cppern verließ; du mußt es jetzt vollkommen kennen,oder, wie unsere Schützen sagen, dein Bogen ist entzwei."

Der Blick des Sängers verweilte jedoch ängstlich auf Edith,und erst als sie ihre Farbe wieder erlangt hatte, gehorchteBlondel dem wiederholten Geheiß des Königs. Hierauf sanger mit Harfenbegleitung, die seinen Vortrag zierte, ohne ihnin den Schatten zu stellen, in einer Art von Recitativ einsjener alten, ritterlichen Liebesabenteuer, die vor Zeitendie allgemeine Aufmerksamkeit erregten. Schon als er zupräludiren begann, verschwand die Ausdruckslosigkeit sei-nes Wesens, und seine Züge drückten Würde und Begei-sterung aus. Seine volle, männliche, weiche Stimme, dievon dem reinsten Geschmack gemeistert wurde, entzückte jedesOhr und Herz. Richard, der fröhlich war, als hätte er einenSieg erfochten, gebot Stille mit der üblichen Formelhört, ihr Herren, in Kammer und Hall',"während er mit dem Eifer eines Kenners und eines Zöglingsden Kreis schließen ließ, und Ruhe herstellte, und er selbstsetzte sich nieder mit einem Ausdruck von Erwartung undTheilnahmc, der jedoch von dem Ernste der kritischen Bcur-