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13 (1851) Der Talisman
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Minstrelkunst und seinen Meister in der lustigen Wissenschaft.Bercngaria, die wohl wußte, daß ihr königlicher GemahlDichtkunst und Musik fast mit demselben Eifer liebte wie rit-terlichen Ruhm, und daß Blonde! sein bevorzugter Liebling sei,war eifrig besorgt, ihn mit der schmeichelhaften Auszeichnungzu empfangen, welche er, den Richard zu ehren liebte, nur er-warten konnte. Doch war cs augenscheinlich, daß Blondel,obgleich er die Artigkeiten, womit ihn die schöne Königin viel-leicht zu reichlich überschüttete, auf angemessene Weise erwie-derte, mit größerer Ehrfurcht und demüthigercr Dankbarkeitden einfachen und ungezwungenen Willkomm von Edith an-erkannte, deren freundlicher Gruß ihm vielleicht grade we-gen seiner Kürze und Einfachheit aufrichtig vorkam.

Die Königin und ihr Gemahl bemerkten diesen Unterschied,und Richard, der seine Gemahlin über den Vorzug, den seineBase erhalten, und den er selbst vielleicht nicht gerne be-merkte, einigermaßen verletzt sah, sagte, daß cs die anderenBeiden hören konnten:Wir Minstrels, Bercngaria, wie duhier ein Beispiel an unserem Meister Blondel hast, erweisenmehr Achtung einem strengen Richter wie unsere Base ist,als einem guten Freund wie du, der an unfern Werth ohneWeiteres glaubt."

Edith war von diesem Stich ihres königlichen Verwand-ten getroffen, und sie zögerte nicht zu erwiedern, daß dasPrädicat strenger Richter ihr nicht allein unter den Planta-genets zukomme.

Sie hätte vielleicht noch mehr gesagt: denn sie hatte et-was von dem Charakter jenes Hauses, das, obwohl es Na-men und Wappen von dem Ginster (Muts genistn), demSinnbild der Dcmuth genommen hatte, doch vielleicht alleGeschlechter, die je in England herrschten, an Stolz übertraf;