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schüttelst den Kopf. Sei es Zauber, sei es Eigensinn, ichfrage dich nicht weiter, und lasse dich deinen Auftrag wie duwillst, verrichten. Auch ich kann stumm sein."
Der verkleidete Ritter machte eine Bewegung, als be-klagte er seine Lage, und als bäte er sie zugleich um Ver-zeihung; zu gleicher Zeit überreichte er ihr den wie gewöhn-lich in feinen Gold- und Seidenstoff gehüllten Brief des Sul-tans. Sie nahm ihn, übersah ihn gleichgültig, legte ihn dannbei Seite, und nachdem sie noch einmal das Auge auf denRitter gesenkt batte, sagte sie mit leiser Stimme: „Noch im-mer kein Wort, um deinen Auftrag auszurichten?"
Er drückte die beiden Hände auf seine Stirn, als wolleer ihr dadurch zu verstehen geben, wie sehr es ihn schmerze,daß er ihr nicht gehorchen könne, aber sie wandte sich mit Un-willen von ihm.
„Fort," sagte sie, „ich habe genug gesprochen — zu vielzu Einem, der kein einziges Wort zur Antwort hat. Fort!und wenn ich dir Schaden zugefügt habe, so habe ich auchdafür gebüßt: denn wenn ich unglücklicher Weise das Mittelwar, um dich von einem ehrenhaften Standpunkte zu reißen,so Hab' ich in diesem Augenblick meine eigene Würde verges-sen, und mich in deinen und meinen Augen erniedrigt."
Sie bedeckte ihre Augen mit der Hand, und schien in tie-fer Bewegung. Sir Kennet- wollte sich ihr nahen, aber siewinkte ihm zurück.
„Fort, du, dessen Seele der Himmel seinem neuen Standeangepaßt hat! Wärest du mehr als ein stumpfer und feigerSklave, du hättest ein Wort des Dankes gesprochen, wärees auch nur gewesen, um mir meine Herablassung zu vergü-ten. Wie du schweigst? — fort — fort!"