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13 (1851) Der Talisman
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Der verkleidete Ritter blickte fast unwillkürlich nach demBriefe, als wolle er dadurch sein längeres Bleiben entschuldi-gen. Sie riß ihn auf, und sagte in einem spöttischen undverächtlichen Ton:Ich hatte vergessen, daß der unterwürfigeSclave eine Antwort auf seine Botschaft erwartet. Was istdies von dem Snltan!"

Sie übcrlief schnell den Inhalt, der in arabischer und fran-zösischer Sprache ausgedrückt war, und als sie geendet hatte,lachte sie voll bitteren Unwillens.

Nun das geht über alle Vorstellung!" sagte sie; »keinTaschenspieler kann eine so künstliche Verwandlung zeigen!Seine Gaukelei kann Zechinen und Byzantiner in Deute undMaravedis verwandeln; aber kann seine Kunst einen christli-chen Ritter, der unter die Bravsten des heiligen Kreuzzugesgezählt wurde, in einen staubleckenden Sclaven des heidni-schen Sultans umkehren, der, die Gesetze der Ritterschaft undder Religion verachtend, die ungebührlichen Anträge einesHeiden einer christlichen Jungfrau überbringt! Doch wozu mitdem gehorsamen Sclaven eines heidnischen Hundes reden.Sage deinem Herrn, wenn seine Peitsche dir eine Zunge ge-funden haben wird, was du mich thun gesehen hast." Sosprechend, warf sie den Brief des Sultans auf den Boden,und setzte ihren Fuß darauf.Und sage ihm, daß EdithPlantagenet die Huldigung eines ungläubigen Heiden ver-achtet."

Als sie dies gesprochen, war sie im Begriff, sich rasch vondem Ritter zu entfernen, als dieser zu ihren Füßen im schmerz-lichen Kampfe knieend, es wagte, mit der Hand ihr Kleid zufassen, und ihr Weggehen zu verhindern.

Hast du nicht gehört, was ich sagte, stumpfer Sclave?"sagte sie, indem sie sich plötzlich nach ihm umkehrte, und mitDer Talisman. II. 1t