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13 (1851) Der Talisman
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Desto besser noch häßlicher, als unsere Einbildung ihnmalen kann, und doch der erlesene Licbesbote dieses'zärtli-chen Sultans!"

Gnädige Frau," sagte Lady Calista,darf ich Euch bitten,diesem guten Ritter zu erlauben, daß er den Boten geradesWegs zu Lady Edith führe, an welche der Brief gerichtet ist?Wir sind erst den Folgen eines solchen Scherzes kaum entschlüpft."

Entschlüpft?" wiederholte die Königin verächtlich.Dochdu magst Recht haben, Calista, mit deiner Vorsicht führediesen Nubier, wie du ihn nennst, zuerst zu unserer Base, daßer seinen Auftrag ausrichte. Ueberdies ist er ja auchstumm nicht wahr?"

Er ist es, gnädige Frau," antwortete der Ritter.

Diese morgenländischen Damen haben gewonnenes Spiel,"sagte Berengaria," da sie von Leuten bedient werden, vor denenman Alles sagen kann, ohne daß sie ausschwatzen können,während in unserem Lager, wie der Prälat von St. Judäzu sagen pflegt, die Vögel der Luft Alles weiter tragen."

Weil Eure Majestät vergißt," sagte Neville,daß Ihrhinter einer Leinewand sprechet."

Die Stimmen wurden leise auf diese Bemerkung, und nacheinigem Geflüster kam der englische Rittrr zu dem Aethiopier zu-rück, und winkte ihm zu folgen. Der letztere that cs, und Ne-ville führte ihn zu einem Zelt, das von dem der Königin etwasgetrennt und, wie es schien, für die Lady Edith und ihre Die-nerschaft errichtet war. Eine ihrer koptischen Dienerinnen em-pfing die von Sir Heinrich Neville mitgetheilte Meldung, undin wenigen Minuten wurde der Nubier vor Lady Edith geführt,während Neville in dem äußeren Zelte blieb. Die Sklavin, dieihn eingeführt hatte, zog sich auf ein Zeichen ihrer Herrin zu-rück, und es war mit einer Demuth nicht nur der äußeren Hal-