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13 (1851) Der Talisman
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Unbill soll wohl gerächt werden! Aber wie soll ich dieErlaubniß verstehen, diejenige zu sehen, die ich niemals wie-derzusehen glaubte? Und wie kann der königliche Planta-genet einwilligen, daß ich seine Verwandtin sehe, sei es alsBote des Heiden Saladin, sei es als der verurtheilte Ver-bannte, der erst kürzlich aus dem Lager verwiesen wurde,und der seine Schuld vergrößerte durch das kühne Geständnißeiner Liebe, die sein Stolz ist? Daß Richard wollen könne,daß sie einen Brief von einem ungläubigen Liebhaber durcheinen unebenbürtigen empfange, ist zwiefach unglaublich, undwiderspricht sich in sich selbst. Aber Richard, wenn er nichtvon Leidenschaft bewegt wird, ist freigebig, großmüthig undwahrhaft edel so will ich ihn ansehen, seinen ausdrücklichenund angedeuteten Weisungen gemäß handeln, und ohne allesGrübeln nur das kennen zu lernen zu suchen, was mir dieZeit von selbst enthüllen wird. Dem, der mir eine so schöneGelegenheit beut, meine befleckte Ehre zu rächen, bin ich Ge-horsam und Ergebung schuldig, und wie schwer es mir auchfallen mag, die Schuld soll bezahlt werden. Und doch,«fuhr er fort, indem sein Herz stolzer sich erhob,RichardLöwenherz, wie er heißt, hätte das Gefühl Anderer an seinemeigenen abnehmen können. Ich seiner Verwandtin eine Er-klärung aufdringen! ich, der ich nie ein Wort zu ihr sprach,wenn ich einen königlichen Dank von ihrer Hand empfing, da-mals als ich bei den Kreuzfahrern nicht der letzte war an ritter-lichen Thaten! Ich mich ihr nähern in unwürdiger Verkleidung,in Sklaventracht und, ach! während meine wirkliche Lage dieeines Sklaven ist, während ein Schandfleck meinen ehemaligenSchild bedeckt! Ich sollte dies thun! Erkennt mich schlecht. Dochich danke ihm für die Gelegenheit, die uns besser mit einan-der bekannt machen soll.«

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