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und legte die Finger an die Lippen, seinen stillen Gehorsamzu bezeichnen. —
Doch Richard legte von Neuem und freundlicher die Handauf ihn, und fügte hinzu: »Diesen Befehl geben wir dir alseinem Sklaven- Wärst du ein Ritter und Edelmann, so for-derten wir deine Ehre zum Pfand deines Schweigens, das eineunumgängliche Bedingung unseres gcgenwärtigcnZutrauens ist."
Der Aethiopier nahm eine stolze Stellung an, blickte Ri-chard in's Gesicht, und legte die rechte Hand auf's Herz.
Richard rief darauf seinem Kämmerer.
„Geh', Neville," sagte er, „mit diesem Sklaven zu dem /Zelt unserer königlichen Gemahlin, und sage, daß es unserWille ist, daß dieser Sklave eine Unterredung — eine ge-heime Unterredung — mit unserer Base Edith habe. Er hateinen Auftrag an sie. Auch kannst du ihm den Weg zeigen,wenn er es verlangt, obwohl du zu deinem Erstaunen bemerkthaben wirst, wie bekannt er bereits mit den Ocrilichkcitcndes Lagers zu sein scheint. — Und du, Freund Aethiopier,"fuhr der König fort, „verrichte dein Geschäft schnell, und ineiner halben Stunde kehre hierher zurück."
„Ich bin entdeckt," dachte der anscheinliche Nubier, wäh-rend er mit gesenkten Blicken und gekreuzten Armen den ha-stigen Schritten Ncville's zum Zelt der Königin Berengariafolgte. — „Ich stehe entschleiert vor König Richard; doch kannich nicht bemerken, daß sein Groll heftig gegen mich ist- Ver-stehe ich seine Worte recht, und fürwahr ihre Mißdeutung istunmöglich; so bietet er mir eine schöne Gelegenheit, meineEhre wieder zu gewinnen an dem Helmbusch dieses falschenMarquis, dessen Schuld ich in seinen verstörten Augen undzuckenden Lippen las, als ihm der Vorwurf gemacht wurde.
— Roswal, du hast deinem Herrn treu gedient, und deine