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Versammlung mit seiner gewöhnlichen Gleichgültigkeit und inder nämlichen Kleidung, in welcher er so eben vom Pferde ge-stiegen war- Er warf einen unbefangenen und etwas verächtli-chen Blick auf die Führer, die sich mit gezwungenem Eifer umConrad versammelt hatten, als wenn sie die Sache desselbenfür die ihrige ansähen, und er beschuldigte Conrad von Mont-serrat geradezu, das englische Banner gestohlen und das treueThier, welches dasselbe bewachte, verwundet zu haben.
Conrad erhob sich keck, und behauptete seine Unschuld andem vorgeworfenen Verbrechen trotz Mensch und Vieh, trotzKönig und Hund, wie er sich ausdrückte.
„Bruder von England," sagte Philipp, der gerne denCharakter eines Vermittlers in der Versammlung annahm,„dies ist eine sonderbare Beschuldigung. Wir hören nicht vonEuch, daß Ihr den Thatbcstand weiter kennet, und daß EureMuthmaßung allein auf das Benehmen des Hundes gegenden Marquis von Montserrat gegründet ist. Fürwahr dasWort eines Fürsten und Ritters sollte mehr als das Belleneines Hundes gelten!"
„Königlicher Bruder," versetzte Richard, „bedenket, daß derAllmächtige, der uns den Hund zum Gefährten in Lust undMühe gegeben, denselben mit einer edlen Natur, die der Täu-schung unfähig ist, ausgerüstet hat- Er vergißt weder Freundnoch Feind; er erinnert sich genau an Gutthaten und an Uebel-thaten. Er hat einen Theil des Verstandes des Menschen, abernichts von der Falschheit desselben., Man kann durch Bestechungeinen Krieger vermögen, daß er mit dem Schwerte einen er-schlägt, und einen Zeugen, daß er durch falsche Aussage einLeben mordet; aber man kann keinen Hund vermögen, seinenWohlthäter zu zerfleischen — er ist der Freund des Menschen,ausgenommen wenn sich Jemand mit Willen seine Feindschaft