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ihren Fahnen gerufen wurden; bald waren die Truppen inBewegung, und zogen auf verschiedenen Wegen durch dasLager nach ihren Quartieren. Obgleich auf diese Art jederGewaltthat für den Augenblick vorgebaut war, so blieb dochder stattgehabte Auftritt im Gedächtniß eines jeden zurück:die Fremden, welche diesen Morgen Richard als den würdig-sten Führer des Heeres begrüßt hatten, erneuerten ihre Vor-urthcile gegen seinen Stolz und seine Unverträglichkeit, unddie Engländer, welche die Ehre ihres Landes bei dem Handel,worüber verschiedene Gerüchte gingen, im Spiele sahen, hiel-ten die Fremden für eifersüchtig auf England und den eng-lischen König und für geneigt, das Ansehen derselben durchdie niedrigsten Künste zu untergraben. Die verschiedenstenGerüchte kamen nach diesem Auftritt in Umlauf, und einsderselben versicherte, daß die Königin und ihre Damen durchden Lärm sehr erschreckt worden waren, und daß eine davonohnmächtig geworden sei-
Der Rath versammelte sich zur bestimmten Stunde. Conradhatte in der Zwischenzeit seine beschmutzte Kleidung abgelegtund mit ihr die Scham und Bestürzung, die sich anfangs trotzseiner Talente und seiner Geistesgegenwart, da der Auftrittund die Anklage so plötzlich und unerwartet gekommen waren,seines ganzen Wesens bemächtigt hatte. Er war nun in fürst-licher Kleidung, und trat in den Versammlungssaal in Beglei-tung des Erzherzogs von Oestreich, der beiden Großmeister desTempel- und des Johanniterordens und mehrerer anderen Po-tentaten, die sich offen zu seinem Beistand und zu seiner Ver-theidigung erboten, vielleicht vorzüglich aus politischen Grün-den, oder auch aus persönlicher Feindschaft gegen Richard.
Diese scheinbare Einstimmigkeit zu Gunsten Conrads machtewenig Eindruck aus den König von England. Er trat in die