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Leben ist! — Conrad, tritt hervor, wenn du cs wagest, undleugne die Beschuldigung, welche dies stumme Thier in seinemedlen Instinkt gegen dich vorgebracht hat, nämlich ihm selbstBöses und England einen feigen Schimpf erwiesen zu haben?"
„Ich habe das Banner nicht berührt," sagte Conrad hastig.
„Deine Worte verrathen dich, Conrad!" sagte Richard;„denn woher weißt du es, wenn nicht durch dein böses Ge-wissen, daß von dem Banner die Rede ist?"
„Hast du doch um dieser und keiner anderen Ursache willendas Lager in Bewegung gesetzt?" antwortete Conrad. „Undwillst du nun einem Fürsten und Verbündeten ein Verbrechenzuschieben, das wahrscheinlich von einem gemeinen Dieb verübtworden ist um der Goldfäden willen? Oder willst du nun imVertrauen auf einen Hund einen Bundesgenossen verklagen?"
Der Lärm drohte jetzt allgemein zu werden, so daß Phi-lipp von Frankreich dazwischen trat.
„Fürsten und Edle," sagte er, „ihr sprecht in Gegenwartvon Leuten, die sich bald mit dem Schwert an der Kehle habenwerden, wenn sie ihre Führer mit solchen Worten sich streitenhören- Um Himmclswillen lasset uns jeder unsere Truppennach den verschiedenen Quartieren führen, und kommen wir ineiner Stunde im VersammlungSzelt zusammen, um in diesenneuen Zustand von Verwirrung einige Ordnung zu bringen."
„Gut," sagte König Richard; „doch wäre es mir lieb ge-wesen, diesen Schuft hier zu befragen, während sein schönesWamms noch mit Sand bestäubt ist. Jndeß der Wille vonFrankreich soll der unsrige in dieser Sache sein."
Die Führer trennten sich, wie vorgeschlagen war; jederFürst stellte sich an die Spitze seines Heeres, und darauf ver-nahm man von allen Seiten Feldgeschrei, Hörncrschall undTrompetengeschmetter, wodurch die zerstreuten Krieger zu