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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
Seite
139
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ganz schwarz gekleideter, alter Mann, ohne Bart oder Schnurr-bart, und im Vergleich zu dem Glanz und Schimmer umhervon gemeinem und nichtsbedeutcndem Aussehen. Aber diesergeringscheinende Alte war einer der Abgeordneten, welche dievenetianische Regierung ins Lager schickte, um die Führer, de-nen der Befehl anvertraut worden war, zu beobachten, und umjenes eifersüchtige System von Kundschaftern geltend zu ma-chen, das lange Zeit die Politik dieser Republik bezeichnete.

Conrad, welcher dadurch, daß er der Laune Richards schmei-chelte, in ziemlichem Grade die Gunst desselben besaß, war kaumin die Nähe desselben gekommen, als der König von Englandeinen oder zwei Schritte vorwärts that, ihm zu begegnen,indem er zugleich ausrief:Ah, Herr Marquis, ihr seid ander Spitze der flinken Stradioten, und euer schwarzer Schat-ten folgt euch wie gewöhnlich, ob die Sonne scheint odernicht! Könnte man da euch nicht fragen, ob der Schatten oderder Körper den Befehl über die Truppen hat?"

Conrad war im Begriff mit einem Lächeln seine Antwortzu beginnen, als Roswal, der edle Hund, mit wildem undwüthendem Bellen vorwärts sprang. In demselben Augen-blick ließ der Nubier den Strick los, der Hund stürzte davon,sprang an dem edlen Schlachtroß'Conrads empor, packte denMarquis bei der Kehle, und riß ihn vom Sattel herunter.Der geputzte Reiter wälzte sich auf dem Sand, und dasscheugewordene Pferd lief im wilden Lauf durch das Lager.

Dein Hund, ich bin gut dafür, hat am richtigen Platzegejagt," sagte der König zum Nubier,und ich schwöre esbei St. Georg, daß es ein Hirsch von zehn Enden ist!Mach' den Hund los, damit er ihn nicht erwürgt."

Der Aethiopier machte den Hund, wiewohl nicht ohneSchwierigkeit, von Conrad los, und hielt ihn trotz seiner Wuth