matischen Besitzungen auSgchoben, und deren Befehl sie demMarquis anvertraut hatten, mit dem die Republik mancherleiVerbindungen unterhielt. Diese Stradioten waren halb nacheuropäischer Weise gekleidet, jedoch hervorstechender war diemvrgenländische. Sic trugen zwar kurze Panzer, aber siehatten darüber Oberkleider von verschiedenen Farben und kost-barem Stoff, und sie trugen große, weite Hosen und Halbstie-fel. Auf dem Kopfe hatten sie hohe, grade Mützen, den grie-chischen ähnlich, und sie führten kleine, runde Schilde, Bogenund Pfeile, Säbel und Dolche. Sie ritten wohl gewählte undauf Kosten des Staates von Venedig unterhaltene Pferde, ihreSättel und ihr Geschirr glich dem der Türken, und eben soihre Art, mit kurzen Steigbügeln und auf hohen Sätteln zureiten. Diese Truppen waren von großem Nutzen bei Streif-gefechten mit den Arabern, obwohl sie nicht geeignet waren,in geschlossenen Reihen zu kämpfen wie die eisengerüstetenStreiter des westlichen und nördlichen Europas.
Vor dieser glänzenden Schaar zog Conrad, die nämlicheKleidung wie die Stradioten tragend, aber von so reichem Stoff,daß sie von Gold und Silber zu blitzen schien, und die milch-weiße Feder, welche mit einer Diamantspange an seiner Mützebefestigt war, schien hoch genug, um die Wolken zu streifen.Das edle Roß, das er zügelte, machte Sprünge und -albe Wen-dungen, und zeigte sein Feuer und seine Gelenkigkeit auf eineWeise, die einen weniger bewährten Reiter, als der Marquiswar, bestürzt gemacht haben würde: er jedoch hielt vollAnstandmit der einen Hand die Zügel, während die andere den Stabhielt, dessen Gewalt über die Schaar, die er anführte, eine ganzunabhängige zu sein schien. Jndeß seine Gewalt über dieStra-diotcn hatte mehr Schein als Wirklichkeit: denn zu seiner Seiteritt im Schritte, auf einem ruhigen Paradepferd, ein kleiner,