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13 (1851) Der Talisman
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Hund an einem Stricke haltend, wie es nach Waidmannskunstüblich war. Dieser Umstand erregte gar keine Aufmerksamkeit:denn viele Fürsten des Kreuzzugcs hatten zur Nachahmung derbarbarischen Pracht der Saracenen schwarze Sclaven in ihremHaushalt. Ueber des Königs Haupt wehte die große Fahne, undwenn er von Zeit zu Zeit nach ihr emporschaute, so schien es,als wenn er die Feierlichkeit für seine Person mit Gleichgül-tigkeit betrachte, und sie nur darum für wichtig achte, als siefür den Schimpf, der seinem Königreich angethan worden sei,Genugthuung leiste. Im Hintergrund, auf dem Gipfel desHügels, enthielt ein hölzerner Thurm, der eigens für dieseGelegenheit errichtet worden war, die Königin Berengariaund die vornehmsten Damen ihres Hofs. Der König sah vonZeit zu Zeit dahin, und seine Augen kehrten sich oft zu demNubier und dessen Hund, jedoch nur wenn sich solche Führernahten, die er wegen früherer Beweise von Uebelwollen imVerdacht hatte, an dem Diebstahl Theil genommen zu haben,oder die er eines solchen Frevels fähig hielt.

Darum blickte er nicht dahin, als sich Philipp von Frankreichan der Spitze seiner französischen Ritter nahete ja er kam demfranzösischen König zuvor, indem er den Hügel hinabeilte, alsjener herauf kam, so daß sie sich auf halbem Wege begegnetenund wechselten ihre Grüße mit so viel Freundlichkeit, als wä-ren sie in brüderlicher Gleichheit zusammengekommen. DerAnblick der beiden an Rang und Macht bedeutendsten euro-päischen Fürsten, die so vor allen Augen ihre Eintracht zuerkennen gaben, bewegte das Heer der Kreuzfahrer zu einemdonnernden Jubelgeschrei, welches auf Meilen in die Rundehallte, so daß die in der Wüste schweifenden Araber ins LagerSaladins die Kunde brachten, das Heer der Christen sei inBewegung. Doch wer außer dem König der Könige kann in