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es mit meinem guten Schwert gegen zwanzig dieser Sicheln undPfriemen zu vertheidigener deutete hierbei auf den krum-men Säbel und kleinen Dolch des Emir.
Während der Christ sprach, faßte sich der Saraccn so weitwieder, daß er die Hand von der Waffe wegzog, wie als wennseine Bewegung unwillkürlich gewesen wäre; aber er fuhr nochin großem Zorn zu sprechen fort.
„Bei dem Schwert des Propheten," sagte er, „das der Schlüsselzu Himmel und Hölle ist, der macht sich nichts aus seinem Le-ben, der redet, wie du gethan hast, Bruder! Glaube mir, wä-ren deine Hände frei, wie du sagtest; ein einziger wahrer Gläu-biger könnte ihnen so viel Arbeit machen, daß du es vorziehenwürdest, sie wieder in eisernen Handschellen zu haben."
„Läeber wollte ich, daß man sie mir von der Schulter anabhiebe!" versetzte Sir Kenneth.
„Gut. Deine Hände sind für jetzt gebunden," sagte derSa-racen in einem freundlichen Ton, „gebunden durch dein eigenesGefühl von Wohlanständigkeit; auch habe ich für jetzt nichtvor, dich in Freiheit zu setzen. Wir haben unseren Muth undunsere Stärke schon längst erprobt, und wir können uns aufeinem Kampfesfelde wieder begegnen — und Schande über den,der sich zuerst vor seinem Gegner zurückzieht! Aber jetzt sindwir Freunde, und ich versehe mich eher deiner Hülfe als deinerharten Worte und deiner Herausforderung."
„Wir sind Freunde," wiederholte der Ritter; und cs er-folgte ein Schweigen, während welchem der feurige Saracendas Zelt durchschritt wie ein Löwe, der nach einer heftigenAufregung, wie man sagt, das nämliche Mittel zur Abküh-lung seines Blutes anwendet, ehe er sich in seiner Höhle zurRuhe niederstreckt. Der kältere Europäer verblieb in dersel-ben Haltung und Fassung; indeß auch er war ohne Zweifel