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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
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seine Kleidung und sein Gesicht waren dieJlderims von Kur-distan, genannt Sheerkohf. Sir Kenneth starrte ihn an, alserwarte er, daß diese Erscheinung wie ein Erzeugniß seiner Ein-bildungskraft verschwinde.

Wundert cs dich so sehr," sagte Jlderim,dich, einen er-probten Krieger, zu sehen, daß ein Soldat etwas von der Heil-kunst versteht? Ich sage dir, Nazarener, daß ein vollkomme-ner Ritter cs so gut verstehen sollte, sein Pferd zu beschickenals es zu reiten; sein Schwert auf dem Amboß zu schmieden,so gut als sich seiner in der Schlacht zu bedienen; seine Waf-fen zu putzen, so gut als sie zu tragen; und vor Allem Wun-den zu heilen, so gut als sie'zu schlagen."

Während er sprach, schloß der christliche Ritter zu wieder-holtenmalen die Augen, und so lange sie geschloffen blieben, stunddas Bild des Hakims mit seinen langen, fliegenden, schwarzen Ge-wändern, hoher Tartarenmiitze und feierlicher Haltung vor sei-ner Seele; aber sobald er sie aufthat, kündigten der schöne undreich mit Juwelen verzierte Turban, der aus mit Silber um-flochtenen Stahlringen gemachte leichte Panzer, der sich nachjeder Biegung des Leibes blitzend fügte, das Gesicht, von sei-nem vorigen Ausdruck befreit, weniger schwarz und von kei-nem dicken Haar mehr verborgen, sondern von einem wohlge-schnittenen Bart umgeben den Krieger und keinen Weisen an.

Bist du noch immer so sehr erstaunt," sagte der Emir,und hast du in der W-ffl so wenig Erfahrung gemacht, daßes dich wundert, wenn die Menschen nicht sind, was sie schei-nen? Du selbst bist du, was du scheinest?"

Nein, bei St. Andreas!" rief der Ritter aus;denn demganzen Christenlager scheine ich ein Verräther zu sein, und ichkenne mich als einen treuen, ehrlichen Ritter, obwohl ich ei-nen Fehler begangen habe."