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13 (1851) Der Talisman
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seine Begleiter zum Gebet aufgefordert hatte, zwei seiner best-berittenen Reiter abordnete mit der Weisung, sich den Reisendenin der Wüste so weit, als die Klugheit es »erstatte, zu nahen,und ihre Anzahl, ihren Charakter und, wo möglich, ihr Vor-haben genauer zu erkunden. Das Nahen der Gefahr oder dessen,was man als solche fürchtete, wirkte wie ein Stärkungstrankauf einen Sterbenden, und rief Sir Kenneth zu sich selbst zurück.

Was fürchtet Ihr von diesen christlichen Reitern: denndas scheinen sie zu sein?" sagte er zu dem Hakim.

Fürchten!" wiederholte der Hakim verächtlich.DerWeise fürchtet nur den Himmel aber von schlechten Men-schen erwartet er immer das Schlimmste, dessen sie fähig sind."

Es sind Christen," sagte Sir Kenneth,und es ist Waf-fenstillstand wie könnt Ihr einen Treubruch fürchten?"

Es sind die Priestersoldaten vom Tempel," antworteteel Hakim,deren Gelübde sie verbindet, weder Treue nochGlauben gegen die Verehrer des Islam zu haben. Möge sieder Prophet verderben in Wurzel, Zweig und Schößling!Ihr Frieden ist Streit und ihr Glaube Falschheit. Die An-dern, die Palästina überfallen haben, sind zu Zeiten gutartiggestimmt. Der Löwe Richard verschont, wenn er gesiegt hat der Adler Philipp zieht die Flügel ein, wenn er eine Beutegewonnen selbst der östreichische Bär schläft, wenn er ge-sättigt ist; aber diese Horde hungriger Wölfe kennt wederRuhe noch Sättigung bei ihren Räubereien. Siehst dunicht, wie sie einen Theil ihrer Schaar absenden in der Rich-tung nach Osten? Das sind die Pagen und Knappen, diesie in ihren verfluchten Geheimnissen aufziehcn, und die sie,weil sie leichter beritten sind, ausschicken, um uns von derWafferquelle abzuschneiden. Aber sie irren sich: ich versteheden Krieg in der Wüste noch besser als sie-"