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sich in einem kurzen, feurigen Gebete dem Schutze Gottesund des Propheten, und erflehte Vergebung für seine Sünden.
Selbst Sir Kenneth, dessen Denkweise und Vorurtheile durchden Anblick seiner Gefährten, die nach seiner Meinung demGötzendienst huldigten, zugleich geärgert wurden, konnte sichnicht enthalten, die Innigkeit ihres mißleiteten Eifers zu ach-ten, und er fühlte sich durch ihre Andacht angefeuert, ein rei-neres Gebet zum Himmel zu richten, indem er sich zugleichdarüber wunderte, wie ein ihm bisher unbekanntes Gefühlihn antreiben könne, mit seiner andersartigen Andacht dasGebet dieser ächten Saraccnen zu begleiten, deren heidnischenGottesdienst er als ei» Verbrechen gegen das Land angesehenhatte, wo so große Wunder gewirkt worden waren, und wodas Tagesgestirn der Erlösung sich erhoben hatte.
Sein Gebet jedoch, obgleich er es in so ungewohnter Ge-sellschaft verrichtete, quoll rein aus seinem natürlichen An-dachtsgefühl, und that also seine Wirkung, indem er seinHerz beruhigte, das durch so viele Unglücksfälle so lange be-stürmt worden war. Ein aufrichtiges und ernstes Nahen desChristen zum Throne des Allmächtigen lehrt am besten Ge-duld in Leiden: denn warum sollten wir die Gottheit im Ge-bete verspotten durch ein aufrührerisches Murren gegen ihreSchickungen? oder wie könnten wir, nachdem jedes Wort un-seres Gebeies die Eitelkeit und Nichtigkeit zeitlicher Dinge imVergleich zur Ewigkeit anerkannt hat, den Herzensprüser be-trügen wollen dadurch, daß wir der Welt und ihren Lüstenunmittelbar nach einem feierlichen Ausblick zum Himmel vonNeuem die Herrschaft über uns verstatteten? Sir Kennethbetete nicht so. Er fühlte sich getröstet und gestärkt, und bes-ser vorbereitet, Alles zu thun und zu leiden, was auch seinVerhängniß von ihm fordern oder ihm aufcrlegcn würde.