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seinen zahlreichen Dienern Befehle ertheilte für ihre Abreiseden nächsten Morgen vor Tagesanbruch, hörte ihn, und un-terbrach von Mitleid bewegt, sein Geschäft, um sich mit un-tergeschlagenen Beinen neben das Lager des Unglücklichen zusetzen, und ihm nach morgenländischer Weise Trost einzusprechen.
„Mein Freund," sagte er, „sei getrost — denn was sagt derDichter: Es ist besser, daß ein Mann der Diener eines freund-lichen Herrn sei als der Sklave seiner wilden Leidenschaften.Noch einmal, sei gutes Muths: denn während JsoufBenIjagoubevon seinen Brüdern an einen König verkauft ward, an denPharao, König von Aegypten, so hat dich dein König an einenMann verschenkt, der dir ein Bruder sein wird."
Sir Kenneth strengte sich an, dem Hakim zu danken, abersein Herz war zu voll, und die unverständlichen Töne, die ervon sich gab, als er vergebens zu antworten versuchte, bewirk-ten, daß der mitleidige Arzt von seinen zu frühzeitigen Trost-versuchen abstund. Er überließ seinen neuen Diener oder Gastungestört seinem Schmerze, und nachdem er die nöthigen Vor-anstalten zu der morgenden Abreise angeordnet hatte, setzte ersich auf den Teppich des Zeltes nieder, und genoß ein mäßigesMahl. Als er sich selbst gestärkt hatte, wurden ähnliche Gerichtedem schottischen Ritter angeboten; aber obgleich die Sklaven ihmverständlich machten, daß man den folgenden Tag erst spät Haltmachen würde, um das Mahl zu halten, so konnte Sir Kennethdoch den Ekel, den er gegen alle Speisen fühlte, nicht über-winden, und es war von ihm nicht zu erhalten, daß er etwasAnderes zu sich nahm, als einen Trunk kalten Wassers.
Lange nachher als sein arabischer Wirth seine gewohnteAndacht verrichtet und sich dann zur Ruhe gelegt hatte, warer immer noch wach; kein Schlaf hatte ihn noch erquickt zurStunde der Mitternacht, als die Diener sich in Bewegung