Ivo
wendigen Vorbehalt gemacht worden; — nur in dem Fall,daß der Oestreicher hcrvorgctreten wäre und seinen Frevelwie ein Mann eingestanden hätte, halte ich versprochen, ihmum der allgemeinen Christenheit willen zu verzeihen."
„Aber," fuhr der Baron ängstlich fort, „wer bürgt Euch,daß dieser gewandte Sklave Saladins Euch nicht hintergeht?"
„Schweig', Neville," sagte der König, „du dünkst dich wun-derweise, und bist nur ein Thor. Erinnere dich an den Be-fehl, den ich dir in Rücksicht dieses Burschen gegeben habe — eSist mehr hinter ihm, als dein Witz von Westmoreland umklafternkann. Und du, stiller Schwarzer, bereite dich, das versprocheneKunststück auszuführen, und, bei meinem Königswort, du sollstdir deinen Lohn selber auswählen-—Sieh' da, er schreibt wieder.
In der That der Stumme schrieb etwas, und übergabdem König auf die nämliche Art wie zuvor ein anderes StückPapier, das diese,Worte enthielt: „Der Wille des Königsist das Gesetz seines Sklaven — und cs geziemet nicht diesem,für die Erfüllung seiner Lehnspflicht einen Dank zu fordern."
„Dank und Lehnspflicht!" sagte der König, indem er sichbeim Lesen selbst unterbrach, und dann zu Neville gewendetsagte er auf Englisch mit Nachdruck: „Diese Morgenländerlernen von den Kreuzfahrern — sie verstehen die Sprache desRittcrthums! — Und steh, Neville, wie verlegen dieser Burscheblickt — wäre seine Farbe nicht, er würde erröthen. Es würdemich nicht wundern, wenn er verstünde, was ich sage — dieseLeute sind schreckliche Sprachkenner."
„Der arme Sklave kann den Blick Eurer Majestät nichtertragen," sagte Neville; cs ist nichts weiter."
„Gut; aber," fuhr der König fort, mit dem Finger beimWeiterlescn gegen das Papier schlagend, „dieses kühne Schreibensagt weiter, daß unser ehrlicher Stummer von Saladin mit einer