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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
Seite
91
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In der That der Derwisch, oder was er war, trank oderschien wenigstens die große Flasche in einem Zug bis auf denBoden auszutrinken, und als er sie vom Munde nahm, nach-dem der ganze Inhalt geleert war, sagte er nichts als dievon einem tiefen Seufzer begleiteten Worte ^Ila kerim, Gottist barmherzig. Ein Gelächter erschallte unter den Kriegsleu-ten. die Zeugen dieses flaschentiefen Schluckes waren, und esschallte so laut, daß eS den König aufstörtc, der mit drohen-dem Finger und zürnend sagte:Wie, Kerle, keine Rücksicht keine Ehrerbietung?"

Alle wurden mit einmal still: denn sie kannten RichardsLaune, der manchmal viele soldatische Vertraulichkeit zulicß, undein andermal die strengste Ehrerbietung heischte, obwohl die letz-tere Laune die bei Weitem seltnere war. Indem sie sich in eineanständigere Entfernung vom König begaben, suchten sie denMarabout mit sich zu schleifen, der, dem Anschein nach erschöpftvon der vorhcrgegangenen Anstrengung, oder von dem starkenGetränk, das er eben erst eingeschlürft hatte, überwältigt, sichmit Sträuben und Stöhnen seiner Fortschleifung widersctzte.

Laßt ihn in Ruh', Narren," flüsterte Long Allen seinenGesellen zu;bei St. Christoph, ihr bringt sonst unseren Kö-nig aus dem Häuschen, daß uns sein Dolch auf den Schädelgeflogen kommt. Laßt ihn allein, in ein paar Augenblickenwird er wie ein Murmelthier schlafen."

Ein zweiter Zornesblick des Monarchen blitzte auf dieGruppe, und Alle zogen sich eiligst zurück, und ließen den Der-wisch, der dem Anschein nach unfähig war, ein Glied oderGelenk seines Leibes zu rühren, auf dem Boden liegen. Unmit-telbar darauf war Alles so ruhig und still, wie eS vor demErscheinen des Türken gewesen war.