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„Weil die Ehre der Plantagenet hin ist — weil der Ruhmdas Haus meines Vaters verlassen hat."
Richard runzelte die Stirne. „Die Ehre hin! der Ruhmunser Haus verlassen!" wiederholte er zürnend; „doch meineBase Edith darf dies sagen. Ich habe sie vorschnell beur-theilt; sie hat darum ein Recht, mich hart zu richten. Abersage mir wenigstens, worin ich gefehlt habe."
„Plantagcnet," sagte Edith, „hätte einen Fehler entwederverzeihen oder bestrafen sollen. Es ziemt ihm nicht, freieMänner, Christen und brave Ritter den Fesseln der Ungläubi-gen auszuliefern. Es schickt sich nicht für ihn, ein Leben zuverhandeln oder zu verleihen gegen den Verlust der Freiheit.Den Unglücklichen zum Tode zu verurtheilcn, wäre hart ge-wesen, aber es hätte einen Anschein von Gerechtigkeit gehabt;ihn zur Sclavcrei und Verbannung zu verurtheilcn, war un-verholene Tyrannei.
„Ich sehe, meine schöne Base," sagte Richard, „du bisteine von den Schönen, die glauben, daß ein abwesender Lieb-haber so gut wie keiner oder wie ein todter ist. Geduld; einDutzend leichte Reiter können ihn einholen, und den Fehlergut machen, wenn dein Buhle im Besitz eines Geheimnissesist, das seinen Tod wünschenswerther machen könnte als seineVerbannung."
„Stille mit diesen eitlen Späßen!" antwortete Edith, tieferröthend. „Denk' lieber daran, daß du durch die Ausübungdeiner Rache, wodurch du eins der besten Glieder dieses großenUnternehmens wcggeworfen, das Kreuz eines seiner stärkstenPfeiler beraubt, und einen Diener des wahren Gottes in dieHände der Heiden gegeben hast, du zugleich allen Denen, derenHerz so argwöhnisch ist, wie das deinige sich in dieser Sachezeigte, ein Recht zugestanden hast, zu sagen, Richard Löwenherz