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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
Seite
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den Glanz von England, das Lebens- und Hoffnungslicht derarmen Berengaria vor'm Erlöschen bewahrt hat?"

Kurz, der Ehestreit war zu Ende; aber damit irgend eineStrafe der Gerechtigkeit gezahlt werden möge, so kamen Königund Königin überein, die ganze Schuld auf den BotschafterNectabanus zu werfen, der (die Königin war bereits der Launedes armen Zwerges müde) mit seiner königlichen Gemahlin Gue-nevra durch Urtheil vom Hof verbannt wurde; und der unglück-liche Zwerg entging nur der Nebenstrafe der Stäupung, weildie Königin versicherte, daß er bereits eine körperliche Züchtigungerhalten habe. Es wurde ferner beschlossen, daß, da ln Kurzemeine Botschaft an Saladin abgesandt werden solle, um ihn mitdem Entschluß der Versammlung, die Feindseligkeiten beim Ab-lauf des Stillstandes wieder beginnen zu wollen, vertraut zumachen, und da Richard die Absicht habe, dem Sultan ein werth-volles Geschenk zu machen, um demselben seinen Dank für diedurch el Hakim wiedererlangte Gesundheit auszudrücken diebeiden unglücklichen Geschöpfe als Merkwürdigkeiten hinzugefügtwerden sollten,, da sie wegen ihres außerordentlich sonderbarenAussehens und ihrer verrückten Geistesbeschaffenbeit sich sehr gutzu Geschenken eigneten, wie Fürsten an Fürsten sie machten.

Richard hatte an diesem Tage noch einen anderen Auftrittmit einem Weibe zu bestehen; aber er ging ihm verhältnißmäßigmit Gleichgültigkeit entgegen: denn obgleich Edith schön warund hoch geachtet wurde von ihrem Verwandten, ja, obgleich siees war, die gegenwärtig den Schimpf seines ungerechten Ver-dachtes ertrug, über den sich Berengaria nur äus Verstellungbeklagte, so war sie doch weder Richards Weib noch Geliebte,und er fürchtete ihre gegründeten Vorwürfe weniger als die un-gerechten und ungegründeten der Königin. Da er sie im Gehei-men zu sprechen verlangt hatte, so wurde er in ihr Gemach ge-