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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
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Der Erzherzog stund still, mürrisch und verdrossen, dieAugen zu Boden geheftet, seine finstere Miene zeigte eine un-terdrückte Abneigung, aber Scheu und Unbehülflichkeit ließensein Gefühl nicht zu Worten kommen.

Der Patriarch von Jerusalem beeilte stch, das beengendeSchweigen zu unterbrechen, und für den Erzherzog von Oest-reich zu erklären, daß sich derselbe von jeder näheren oder fer-neren Mitwiffenschaft Hinsichts des Angriffs gegen das eng-lische Banner durch einen feierlichen Eid gereinigt habe.

In diesem Fall haben wir dem edlen Erzherzog das größteUnrecht gethan," sagte Richard;und indem wir ihn bitten,uns zu verzeihen, daß wir ihm eine so feige Beleidigung zu-geschrieben haben, reichen wir ihm die Hand zu Frieden undFreundschaft. Was soll das? Oestreich verschmäht unsereentblößte Hand, wie er neulich die gepanzerte verschmähet hat?Was! können wir weder sein Geselle im Frieden noch seinGegner im Kampfe sein? Gut, mag es so sein. Wir wollendie geringe Achtung, womit er uns betrachtet, als Strafe an-uehmcn für das, was wir in der Hitze gegen ihn gethan ha-ben, und somit unsere Rechnung für ausgeglichen ansehen."

Als er dies gesagt, wandte er stch von dem Erzherzog miteiner Miene, worin eher Würde, als Verachtung lag, undverschaffte demselben durch seine Entfernung so viel Erleich-terung, als ein böser und fauler Schüler empfindet, von demder Blick deü strengen Lehrers stch wegkehrt.

Edler Graf von Champagne fürstlicher Marquis vonMontserrat mächtiger Großmeister der Templer ich bin hierein Büßender im Beichtstuhl hat mir einer von Euch ei-nen Vorwurf zu machen, oder Genugthuung zu fordern?"

Ich wüßte nicht, welchen Grund wir dazu hätten," sagteder glattzüngige Conrad,es mußte denn darum sein, daß der