Druckschrift 
13 (1851) Der Talisman
Entstehung
Seite
63
Einzelbild herunterladen
 

gewinnen können, von Euch werfen, weil die Handlungen ei-nes Kriegsmanncs voreilig waren und seine Worte hart wiedas Eisen, das er von Kindheit an trug. Hai Richard ge-gen einen von Euch gefehlt) Richard wird cs gut machendurch Wort und That- Edler Bruder von Frankreich, binich so unglücklich gewesen, Euch zu beleidigen?"

Der König von Frankreich hat keine Genugthuung zu su-chen bei dem Könige von Englandantwortete Philipp mitritterlicher Würde, indem er zu gleicher Zeit Richards darge-botene Hand faßte;und was für einen Entschluß ich auch inHinsicht des Verfolgs dieses Unternehmens ergreifen würde,Staatsgründe, die mein eignes Königreich betreffen, werdenmich bestimmen, gewiß aber keine Eifersucht und keine Gehäs-sigkeit gegen meinen königlichen, sehr heldenmüthigen Bruder."

Oestreich," sagte Richard, indem er auf den Erzherzog zu-ging mit einer Mischung von Offenheit und Würde, währendLeopold unwillkührlich und gleich einem Automat, dessen Bewe-gung von einer äußeren Triebkraft abhängt, von seinem Sitzeaufstund,Oestreich glaubt Gründe zu haben, sich für von Eng-land beleidigt zu halten; England glaubtUrsache zu haben, sichüber Oestreich zu beklagen- Mögen sie sich einander vergeben,damit der Friede von Europa und die Eintracht dieses Heeresbestehen mögen. Wir sind zu dieser Zeit gemeinsame Trägereines ruhmreicheren Banners, als je eins vor irdischen Fürstenwehte, nämlich des Banners der Erlösung möge darumkein Streit zwischen uns sein wegen des Zeichens unserer ir-dischen Würden; aber möge Leopold die Fahne von Englandzurückgeben, wenn sie in seiner Gewalt ist, und Richard willdann erklären, obschon aus keinem anderen Grunde als umseine Liebe zur heiligen Kirche willen, daß er den raschen Muthbereut, womit er die Standarte von Oestreich beschimpfte."