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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
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das Kloster, und Satan, der mich zu seiner Beute ausersehe»hatte, erfüllte mein Herz mit einem Dampfe geistlichen Stol-zes, der nur in der Hölle seinen Ursprung haben konnte. Ichstieg so hoch in der Kirche, als ich vormals im Staate ge-stiegen war ich war ja der weise, der sich selbst genügende,der unsündhafte! Ich war der Rathgebcr von Concilien ich war der Lenker von Prälaten wie sollte ich strau-cheln welche Versuchung sollte ich fürchten? Ach! ichwurde Beichtvater eines Nonnenklosters, und unter den Non-nen fand ich die langgcliebte, langverlorne. Erlaß mir denweiteren Aufschluß! Eine gefallene Nonne, deren Schulddurch Selbstmord gerochen wurde, schläft tief in den Höhlenvon Engaddi, während über ihrem Grabe ein Geschöpf seufzet,wehklagt und heult, dem nur so viel Vernunft übrig geblie-ben ist, als hinreicht, um sein Schicksal vollkommen zu em-pfinden!"

Unglücklicher Mann!" sagte Richard,ich wundere michnicht länger über dein Elend- Wie bist du der Strafe entgan-gen, welche die Canons auf dein Verbrechen gesetzt haben?"

Frage einen, der noch die Galle weltlicher Bitterkeit hat,"sagte der Einfiedler,und er wird dir von einem Leben spre-chen , das man aus Rücksichten auf Person und hohe Geburtverschonte. Aber ich sage dir, Richard, daß mich die Vor-sehung aufgespart hat, um mich auf der Höhe als ein Licht-und Lärmfeuer zu erheben, deren Asche in den Abgrund ge-worfen wird, wenn der irdische Stoff verbrannt ist. So weckund trocken auch dieser elende Körper ist, er ist doch von zweiGeistern belebt der eine thätig, fein und scharffinnig, dieKirche von Jerusalem zu vertheidigen der andere niedrig,verworfen, und verzweifelnd, bald von Wahnsinn ergriffen,bald von der Betrachtung seines Elends, über eigene Ver-

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