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13 (1851) Der Talisman
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worfenheit seufzen zu müssen und heilige Reliquien bewachenzu müssen, auf welche ich ohne Sünde nicht einmal mein Augewerfen darf. Bemitleide mich nicht, aber laß dich mein Bei-spiel belehren. Du stehst auf der höchsten und folglich auf dergefährlichsten Zinne unter allen christlichen Fürsten- Dein Herzist stolz, dein Wandel locker, deine Hand voll Blut. Thueab deine Sünden, die dir lieb wie Tochter find; mögen siedem sündigen Adam auch noch so theuer sein, verjage dieseFurien, die du an deiner Brust herzest deinen Stolz, deineUnmäßigkeit, deinen Blutdurst!"

Er faselt," sagte Richard, sich von dem Einsiedler an deVaur wendend wie einer, der sich durch ein beißendes Wortgetroffen fühlt, ohne sich darüber zu erbosen dann wandteer sich gelassen und gewissermaßen verächtlich zu dem Einsied-ler mit den Worten:Du hast mir einen schönen HaufenTöchter gesunden, ehrwürdiger Vater, obschon ich erst seit we-nigen Monden verheirathet bin; aber da ich sie aus meinemHause entlassen muß, so muß ich als guter Vater sie auchdurch angemessene Heirathen versorgen. Darum gebe ichmeinen Stolz den edlen Domherren meine Unmäßigkeit,wie du sie nennst, den Ordcnsmönchen und meinen Blut-durst den Tempelrittern."

O, du Herz von Stahl, du Hand von Eisen," sagte derEinsiedlerBeispiel und Warnung sind für dich verloren! Dennoch sollst du für eine Zeit verschont werden, wenndu dich bekehrest, und thust, was dem Himmel annehmbarscheint. Ich ich gehe an meinen Ort zurück. Kyrieeleison! Ich bin der, durch welchen das Licht der himmli-schen Gnade strahlet wie Sonnenstrahlen durch ein Brennglas,das die Strahlen vereint auf andere Gegenstände wirft, bissie dieselben entzünden und entflammen, während das Glas