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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
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Mag es sein," sagte Edith vorwärts schreitend.MeinFürst, ich, Eure arme Verwandtin, bitte Euch eher um Ge-rechtigkeit, als um Gnade; und der Bitte um Gerechtigkeitmuß das Ohr eines Herrschers zu jeder Zeit, an jedem Ortund unter allen Umständen offen sein."

Ha! unsere Base Edith?" sagte Richard aufstehend undsich auf sein Lager setzend, mit seiner langen CamiScia bedeckt.Sie spricht immer wie ein König, und wir wollen Ihr alsein König antworten, wenn Ihr Anliegen Ihrer und meinernicht unwürdig ist."

Die Schönheit der Lady Edith war eine mehr geistige undweniger sinnliche, als die der Königin; aber Unruhe und Besorg-niß hatten ihrem Gesichte eine Gluth verliehen, deren cs zu-weilen ermangelte, und ihre Miene hatte einen so starkenAusdruck eigener Würde, daß sie für einen Augenblick selbstRichard Stillschweigen abgewann, ihm, der nach seinen Ge-berden zu urtheilen, sie gerne würde unterbrochen haben.

Mein Fürst," sagte sie,dieser gute Ritter, dessen BlutIhr gegenwärtig vergießen wollet, hat zu einer anderen Zeitder Christenheit Dienste geleistet. Er ist in der Erfüllungseiner Pflicht gefallen durch einen Fallstrick, den ihm Muthwilleund müßige Ausgelassenheit gelegt haben- Eine Botschaft, dieihm überbracht wurde im Namen einer, die doch warumsollte ich es nicht sagen? es war in meinem Namenverleitete ihn, für einen Augenblick seinen Posten zu verlas-sen. Und welcher Ritter in dem ganzen Christenlagcr wärenicht eben so weit gegangen auf den Befehl eines Fräuleins,das, obwohl arm in anderer Rücksicht, dennoch das Blut derPlantagenet in ihren Adern hat?"

Und Ihr habt ihn also gesehn.Base?" versetzte derKönig, seineLippen zusammenbeißend, um seine Aufwallung zu unterdrücken.