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den Kerkers dringen. Aber ich war in Dingen beschäftigt,die für dich nicht geeignet waren, meine Liebe, und cs ver-droß mich auch, daß du deine kostbare Gesundheit hier in Ge-fahr setztest, wo erst kürzlich noch die Krankheit herrschte."
„Und du bist nun wohl auf?" sagte die Königin, immernoch ihr Gesuch verschiebend, das sie anzubringen sich scheute.
„Wohl genug, um eine Lanze am Helme des kühnen Rit-ters zu brechen, der sich weigerte, dich für die schönste Dameder Christenheit anzuerkennen."
„Du wirst mir darum auch nicht eine Gunst verweigern —nur eine — nur ein armes Leben."
„Ha! — sprich weiter," sagte Richard, seine Stirne runzelnd.
„Dieser unglückliche schottische Ritter" — flüsterte dieKönigin.
„Sprecht nicht von ihm, Madam," rief Richard ernst aus;„er stirbt — sein Schicksal ist beschlossen."
„Nein, mein lieber Herr und König, es ist sa nur eineseidne Fahne, die vernachlässigt wurde — Berengaria gibt direine andere, von ihrer eigenen Hand gestickt und reich wie eine,die je mit dem Winde spielte. Alle Perlen, die ich habe, willich zu ihrem Schmuck verwenden, und zu jeder Perle soll sicheine dankbare Thräne für meinen großmüthigen Ritter gesellen."
„Du weißt nicht, was du sprichst," sagte der König, sieverdrießlich unterbrechend. — „Perlen! können alle Perlen desMorgenlandes England für einen Schandflecken entschädigen —alle Thränen, die Weiberaugen je geweint, einen Schmutzfleckenvon Richards Ruhm abwaschen? — Geht, Madam, lernt Eu-ren Platz, Eure Zeit und Euren Kreis kennen; für jetzt habenwir Geschäfte, woran Ihr keinen Theil nehmen könnet."
„Du hörst es, Edith," flüsterte die Königin, „wir werdenihn nur erzürnen."