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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
Seite
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ungeheuchelten Abscheus auf den gräßlichen Vertrauten ihresGemahles geworfen, flog sie neben Richards Lager, warf sichauf die Kniee, schob ihren Mantel von der Schulter, undzeigte ihre schönen, goldnen Locken, die in ihrer ganzen Längeherunter hingen, und mit einer Miene der Sonne vergleich-bar, die, aus einer Wolke brechend, auf ihrer blassen Stirndie Spuren zeigt, daß ihr Glanz verdunkelt gewesen war,erfaßte sie des Königs rechte Hand, womit derselbe, als erseine veränderte Lage annahm, seine Bettdecken geordnet hatte,und indem sie dieselbe an sich zog mit einer Kraft, der nurschwacher Widerstand entgegengesetzt wurde, setzte sie sich inBesitz des Armes, der die Stütze der Christenheit und derSchrecken der Heiden war, und, nachdem sie ihn in ihrenkleinen, schönen Händen eingeschloffen, beugte sie ihre Stirnedarauf und vereinte ihre Lippen damit.

Was soll das, Berengaria?" sagte Richard, sein Gesichtihr abwcndcnd, aber seine Hand in ihrer Gewalt lassend.

Schick' diesen Mann fort sein Anblick tödtet mich!"sagte Berengaria leise.

Geh' fort, Bursche," sagte Richard, immer ohne umzu-blickcn.Ans was wartest du denn? bist du geeignet, dieseDamen zu betrachten!"

Eurer Hoheit Befehl wegen des Kopfs," sagte derMann.

Hinaus mit dir, Hund!" antwortete Richard,ein christ-liches Begräbniß."

Der Mann verschwand, nachdem er einen Blick auf dieschöne Königin in ihrem ungeordneten Anzug und ungekünsteltenLiebreiz geworfen mit einem beifälligen Lächeln, das häßlicherwar als seine gewöhnliche saure, menschenfeindliche Miene.

»Und nun, närrisches Weib, was wünschest du?" sagte