besudelt. Wamms und Mantel reichten bis -um Knie, unddie Beinkleider waren von dem nämlichen Leder wie der Mantel.Eine rauhe Zottelkappe bedeckte den oberen Theil eines Ge-sichtes, das gleich dem der Nachteule das Licht zu scheuenschien; der untere Theil des Gesichts wurde von einem dickenrothen Bart verborgen, der sich mit den zottigen Locken desrothen Kopfhaars vermischte. Was von den Gesichtszügenbemerkbar war, trug den Ausdruck der Rohheit und Men-schenfeindlichkeit. Die Gestalt des Mannes war kurz, gedrun-gen, mit einem Büffelhals, sehr breiten Schultern, unverhält-nißmäßig langen Armen, einem ungeheuren, viereckigen Rumpfund dicken Säbelbeinen. Dieser Blutrichter lehnte sich anein Schwert, dessen Klinge fast vier und einen halben Fußlang war, während der zwanzig Zoll lange Griff, der ringsmit Blei beschwert war, um ein Gegengewicht mit der Klingezu bilden, ziemlich über den Kopf des Mannes hinaus ragte,als er seinen Arm auf das Heft des Schwertes stützte, dieferneren Befehle Richards erwartend.
Bei dem plötzlichen Eintritt der Frauen wandte sich Ri-chard, der, während er, in seinem Bette liegend, zudem scheuß-lichen Diener sprach, auf den Ellenbogen gestützt, das Gesichtdem Eingang zugckehrt hatte, hastig auf die andere Seite um,wie verdrossen und überrascht der Königin und ihrem Ge-folge den Rücken zeigend, und zog seine Bettdecken fest ansich, die nach seiner eigenen Wahl oder wahrscheinlicher nach derseiner schmeichelhaften Kämmerer in zwei großen Löwenhäutenbestanden, welche in Venedig mit so großer Kunst gegerbtworden waren, daß sic zarter als Hirschleder zu sein schienen.
Berengaria, so wie wir sie beschrieben haben, kannte wohl— welches Weib kennt sie nicht? — ihre eigene Bahn zumSieg. Nachdem sie einen flüchtigen Blick unverhehlten und