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während Edith vergebens sich bestrebte, den Strom dieses nich-tigen Geplauders zu hemmen, traf ihr Aug' auf eine der Da-men, die eben in das Gemach hereintrat. Des Todes Schreckenund Entsetzen war in ihrem Blick, und bei der ersten Gewäh-rung wäre Edith sogleich zu Boden gesunken, hätte nichtstrenge Nothwcndigkeit und ihre eigene Charakterfestigkeit siebefähigt, wenigstens eine äußere Fassung zu behaupten.
„Madame," sagte sie zur Königin, „verliert kein Wortmehr, sondern rettet ein Leben — wenn," fügte sie mit zittern-der Stimme hinzu, „dies Leben ja noch gerettet werden kann."
„Es kann — es kann," antwortete die Lady Calista. „Ichhabe gehört, daß er so eben vor den König gebracht wordenist — cs ist noch nicht zu spät — aber," fügte sie hinzu, ineinen Thränenstrom ausbrechend, an dem ihre Furcht einigenAntheil haben mochte — „bald wird es zu spät sein — wennman sich nicht eilet."
„Ich will einen goldnen Leuchter für's heilige Grab gelo-ben, ein silbernes Tabernakel der heiligen Jungfrau vonEngaddi, ein Pallium, hundert Byzantiner werth, für St. Tho-mas von Orthez," sagte die Königin in äußerster Angst.
„Auf, auf, Madam!" sagte Edith; „fleht zu den Heiligen,wenn es Euch gefällt, aber seid Euer eigner bester Heiliger."
„Wahrhaftig, Madam," sagte die erschrockene Hofdame,Lady Edith hat Recht. Auf, Madam, und gehen wir zumZelt von König Richard; das Leben des armen Edelmannsvon ihm zu erbitten."
„Ich will gehen — ich will auf der Stelle gehen," sagtedie Königin, indem sie mit Zittern und Beben aufstund, wäh-rend ihre Frauen, die sich in so großer Verwirrung wie sieselbst befanden, unvermögend waren, ihr beim Aufstehen diegewöhnlichen Dienstleistungen zu bezeigen. Ruhig, gefaßt,