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13 (1851) Der Talisman
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wenigstens neigte, das, wie sie glauben mochte, einer jungenVermählten, deren Rang und Alter, Launen zu haben undihnen huldigen zu lassen, erlaubten, nicht unanständig seinkönne. Sie war von Natur vollkommen gutherzig, und wennsie ihren gebührenden Theil (der, wie sie meinte, ein großersein müsse) von Bewunderung und Verehrung erhalten hatte,so hatte Niemand bessere Launen oder ein besseres Herz; aberje mehr man ihr nachgiebig den Willen ließ, desto mehr suchtesie, gleich allen Despoten, ihre Macht zu vergrößern. Manch-mal, wenn all ihr Ehrgeiz gesättigt war, nahm sie sich vor,ein wenig krank und übel aufgelegt zu sein; und die Aerztehatten ihren Witz anzustrcngen, um für eingebildete Krank-heiten Namen zu erfinden, während ihre Frauen ihren Erfin-dungsgcist aufboten, um durch neue Spiele, neuen Kopfputzund frische Hofneuigkeiten diese trüben Stunden zu vertrei-ben, während welcher sie sich in keiner sehr bencidenswerthenLage befanden. Das gewöhnliche Mittel gegen diese Krank-heit war irgend eine Neckerei oder irgend ein Possen, den siesich einander spielten, und die gute Königin war, um dieWahrheit zu sagen, in ihrem Erholungszustandc viel zu gleich-gültig, um zu überlegen, ob dergleichen Späße ihrer eigenenWürde geziemten, oder ob die Lust, die sie an ihnen hatte,nicht durch den Schmerz dessen Überwegen würde, der unterdiesen Späßen litte. Im Vertrauen auf die Gunst ihres Ge-mahls, auf ihren hohen Rang und auf ihre vermeintlicheMacht hoffte sie, allen Schaden, den Andere durch ihre Späßeerleiden möchten, ersetzen zu können. Kurz sie scherzte mitder Unbefangenheit einer jungen Löwin, die nicht weiß, wiewehe ihre Krallen denen thun, mit welchen sie spielt.

Die Königin Bcrengaria liebte ihren Gemahl mit Leiden-schaft, aber sie fürchtete seinen stolzen und rauhen Charakter,