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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
Seite
11
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II

Es ist mir lieb," sagte der Ritter mit einer leisen undfast unterthänigen Stimme wie einer, der eine unerwarteteGnade empfängt;meine Familie wird dann nicht dasSchlimmste erfahren müssen. O, mein Vatermein Vater!"

Dieser halblaute Ausruf entging nicht dem derben abergutherzigen Engländer, und er fuhr mit der Hand über seinrauhes Gesicht, che er weiter sprechen konnte.

Es ist ferner der Wille von König Richard," sagte erendlich,daß Ihr Euch mit einem Geistlichen berathet, undich habe auf den Weg hierher einem Carmeliter begegnet, derEuch zu Eurer Reise vorbereiten kann. Er wartet draußen,bis Ihr in der Gemüthsverfaffung seid, ihn zu emfangcn."

Es sei ohne Verzug," sagte der Ritter.Auch hierin istRichard gnädig. Ich kann nicht mehr vorbereitet auf denBesuch des guten Vaters sein, als ich es jetzt schon bin: denndas Leben und ich haben Abschied von einander genommenwie zwei Wanderer, die an dem Kreuzweg angekommen find,wo ihre Straßen fich trennen "

Das ist mir lieb," sagte de Vaur langsam und feierlich;denn es thut mir gewissermaßen leid, die Hauptsache meinesAuftrags zu sagen. Es ist der Wille von König Richard, daßIhr Euch augenblicklich zum Tode vorbereitet."

Der Wille Gottes und des Königs geschehe," versetzte derRitter sanft-Ich stelle weder die Gerechtigkeit des Urtheilsin Abrede, noch wünsche ich einen Aufschub der Vollstreckung."

De Vaur schickte sich an, das Zelt zu verlassen, aber mitvielem Zögern an der Thür stand er still, und blickte nachdem Schotten zurück, der alle weltlichen Gedanken von fich ver-bannt zu haben schien, um fich der strengsten Andacht zu über-lassen- Das Gefühl des stämmigen englischen Barons war imAllgemeinen keins der feinsten, und doch überwältigte ihn jetzt