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Ehe Thomas von Gilsland antworten konnte, vernahmman ein Geräusch von Außen, und die Ankunft der Königinim Vorzelte wurde gemeldet.
„Halt'sie zurück — halt' sie zurück, Neville!" schrie derKönig; „dies ist kein Anblick für Frauen. — Pfui, daß icheS gelitten habe, daß ein so niederträchtiger Vcrräther michso in Hitze gebracht! — Weg mit ihm, de Vaur," flüsterte er,„durch den Hinteren Eingang des Zeltes — nimm ihn in en-gen Gewahrsam, und hafte mit deinem Leben für seine Be-wachung. Und höre — er muß sogleich sterben — schicke ihmeinen Beichtiger — wir wollen nicht Leib und Seele tödten.
— Warte — noch eins — man thue ihm keinen Schimpf an
— er soll ritterlich sterben mit Gürtel und Sporn: denn magsein Verrath auch schwarz sein wie die Hölle, sein Muth :er-reicht den des Teufels selber."
De Baur, der, um die Wahrheit zu gestehen, froh war,daß der Auftritt endete, ohne daß sich Richard zu der einemKönige nicht geziemenden Handlung hcrabwürdigte, einen Ge-fangenen, der keinen Widerstand leistete, zu tödten, beeilte sichden Sir Kennet- durch einen geheimen Ausgang hinwegzu-schaffen, und nach einem abgesonderten Zelte zu führen, woer entwaffnet und zur Sicherheit in Fesseln gelegt wurde.De Vaur sah aufmerksam und trübsinnig zu, während die Leutedes Profoßen, dem Sir Kcnneth nun übergeben wurde, diesestrengen Vorsichtsmaßregeln nahmen.
Als man damit zu Ende war, sagte er in feierlichem Tonezu dem unglücklichen Verbrecher: „Es ist der Wille von KönigRichard, daß Ihr in Euren Würden sterbet — ohne Verstüm-melung Eures Leibes oder Beschimpfung Eures Wappens —und daß Euer Haupt vom Rumpfe getrennt werde durch dasSchwert des Scharfrichters."