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meinten Verbrecher heftend; „was von ihr? — was vonihr? — was hat sie mit dieser Sache zu schaffen?"
„Mein König," sagte der Schotte, „man hatden Plan gemacht,Euer königliches Geschlecht zu schänden durch eine Heirath der LadyEdith mit dem saracenischeu Sultan, und nebenbei durch diesefür England höchst schimpfliche Heirath einen für die ganzeChristenheit höchst demüthigenden Frieden zu erhalten."
Diese Mittheilung hatte eine ganz entgegengesetzte Wir-kung, als Sir Kenneth erwartet hatte. Richard Plantagenetwar Einer von denen, die, mit Jago's Worten, Gott nichtdienen würden, wenn es der Teufel wäre, der sie darum bäte;Rath oder Belehrung wirkten weniger auf ihn durch ihren ei-gentlichen Inhalt, als durch den Anstrich, den ihnen der Cha-rakter und die Ansichten derjenigen, die sie gaben, verliehen.Unglücklicher Weise brachte die Erwähnung des Namens sei-ner Verwandtin ihm das in's Gedächtniß zurück, was er andem Ritter vom Leoparden als die frechste Vermessenheit be-trachtet hatte, als derselbe noch hoch angesehen auf der Listeder Ritterschaft stund, und was in der jetzigen Lage desselbeneine so arge Beschimpfung zu sein schien, daß der hitzige Mo-narch in die leidenschaftlichste Wuth gerieth.
„Still," sagte er, „ehrloser — frecher! Beim Himmel, ichwill dir die Zunge mit glühenden Zangen ausreißen lassen, wenndu nur den Namen eines edlen christlichen Fräuleins aussprichst!Wisse, schändlicher Verräther, daß ich es längst gemerkt habe,zu welcher Höhe du dich dein Auge zu werfen erfrechtest, unddaß ich es geduldet habe, obgleich es Vermessenheit war, weil duuns zu betrügen verstundest — denn du bist voll Falschheit —durch einen gewissen Namen und einen guten Ruf. Aber jetztmit deinen Lippen, die vom Einverständnisse der Schande be-sudelt sind, wage mir es nicht, unsere edle Verwandtin zu