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13 (1851) Der Talisman
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heit,möchteeine so unnatürliche Verbindung gutheißen, wie die »eines christlichen Fräuleins mit einem ungläubigen Saracenen."

«Du bist nur ein unwissender, blindeifernder Nazarener,"sagte der Hakim.Siehst du nicht, daß mahommedanische Für-sten sich mit edlen nazarenischen Jungfrauen in Spanien täg-lich verheirathen, ohne daß Mauren oder Christen daran An-stoß nehmen? Und der edle Sultan will in seinem großenVertrauen zu dem Blute Richards dem englischen Fräuleinalle die Freiheit erlauben, die eure fränkischen Sitten den Frauengewähren. Er will ihr die freie Ucbung ihrer Religion »erstatten,da es, beim Lichte betrachtet, einerlei ist, zu welchem Glauben sichdie Weiber bekennen, und er will ihr solchen Platz und Rangüber alle Frauen seines Zcnana anweisen, daß sie in jederHinsicht seine einzige und anerkannte Königin sein soll."

WaS!" sagte Sir Kennet-, wagst du zu glauben, Musel-mann, daß Richard seine Verwandte, eine hschgeborne undtugendhafte Prinzessin, dazu hergeben werde, um im bestenFall die erste Beischläferin im Harem eines Ungläubigen zusein! Wisse, Hakim, der geringste christliche Evelmann würdefür sein Kind eine so glänzende Schande verschmähen."

Du irrst," sagte der Hakim;Philipp von Frankreich undHeinrich von Champagne und andere von Richards vornehm-sten Verbündeten haben den Vorschlag ohne Befremden ge-hört und das Versprechen gegeben, so weit es in ihren Kräf-ten stünde, eine Verbindung zu befördern, welche diesen ver-heerenden Kriegen ein Ziel setzen möge; und der weise Fürst-priester von Tyruö hat es übernommen, Richard dies Vorha-ben zu eröffnen, indem er nicht zweifelt, daß es ihm gelingensoll, die Sache zu gutem Ende zu bringen. Des SultansWeisheit hat bis jetzt sein Vorhaben vor den anderen wiedem von Montserrat und dem Meister der Templer verbor-