weit mit seinem Bruder Richard theilen, daß er christliche Be-satzung dulden will in den sechs größten Städten von Palä-stina und in Jerusalem selbst, und daß diese Besatzungen un-ter dem unmittelbaren Befehl der Offiziere Richards stehen sol-len, der, so will es Saladin, den Namen Schutzkönig von Je-rusalem führen soll. Weiter, wie seltsam und unglaublich es auchscheinen mag, wisset, Herr Ritter, — denn Eurer Ehre kann ichschon dies fast unglaubliche Geheimniß anvcrtrauen — daß Sa-ladin ein heiliges Siegel dem Bunde zwischen den tapfersten undedelsten Königen von Frangistan und Asien aufdrücken will da-durch, daß er ein christliches Fräulein, eine Blutsverwandte vonKönig Richard und unter dem Namen Lady Edith von Plantage-net bekannt, zum Rang seiner königlichen Gemahlin erhebt")."
„Ha! — was sagst du ?" schrie Sir Kcnneth, der, nachdem erder ganzen Rede elHakim's mitKälte und Gleichgültigkeit zuge-hört hatte, durch die letzte Mittheilung betroffen war, grade wieein unerwartet bewegter Nerv eine schmerzliche Empfindung er-weckt trotz Starrheit und Lähmung. Hierauf vermittelst großerAnstrengung seine Stimme mäßigend, unterdrückte er seine Auf-wallung, und,indem er dieselbe hinter dem Anschein von Zweifelund Verachtung verbarg, setzte er das Gespräch fort in der Ab-sicht, so viel als möglich von dem Complott — ein solches schienes ihm — zu erfahren, das gegen die Ehre und das Glück derjeni-gen gemacht worden war, die er liebte, ungeachtet seine Leiden-schaft auf einmal sein Glück und seine Ehre zu Grunde gerichtethatte. — „Und welcher Christ," sagte er mit ziemlicher Gelaffen-
Dieser Vorschlag scheintso seltsam und unwahrscheinlich, daß es uöthigistz» bemerke», daß er wirklich gemacht worden ist. Die Geschichtschreiber haben je-doch als Brautdie verwittweteKbnigin von Neapel und Saladin's Bruder alsBräutigam angegeben. Die Existenz der Edith vonPlantagenet scheint ihnen un-bekannt gewesen zu sein. S. dllll'» Iiielor? ok tlio Lru-säes, Vol. ll. z>. SI.