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keit des eigenen Erfindungsvcrmögcns, als vielmehr in demglücklichen Gedä'chtniß und in der glücklichen Anwendung undAnspielung ans das „was geschrieben ist" bestehe.
Beschämt, auf einer fast weibischen Schmerzcnsergießungbetroffen worden zu sein, wischte Sir Kenneth unwillig seineThräncn weg, und beschäftigte sich von Neuem mit seinemsterbenden Liebling.
„Der Dichter hat gesagt," fuhr der Araber fort, ohne desRitters abgcwandtes Gesicht und mürrisches Verhalten zu be-rücksichtigen, „der Ochse für das Feld und das Kamee! fürdie Wüste. Wäre nicht die Hand des Arztes geeigneter alsdie des Kriegers, Wunden zu heilen, obwohl sie weniger ge-schickt ist, Wunden zu schlagen?"
„Dieser Kranke, Hakim, ist über deine Hülfe hinaus,"sagte Sir Kennet-; „und, davon abgesehen, er ist nach deinemGesetz ein unreines Geschöpf."
„Wo Allah gewürdigt hat, Leben zu verleihen und Ge-fühl für Schmerz und Lust," sagte der Arzt, „da wäre esVermessenheit, weigerte sich der Weise, den er erleuchtet hat,ein Leben zu erhalten oder einen Todeskampf zu lindern.Für den Weisen ist die Heilung eines elenden Knechtes, ei-nes armen Hundes und eines fürstlichen Eroberers von der-selben Wichtigkeit. Laß mich das verwundete Thier unter-suchen.
Sir Kenneth gehorchte ihm schweigend, und der Arzt unter-suchte und behandelte Roswal's Wunde mit so viel Aufmerksam-keit und Sorgfalt, als wäre es die eines Menschen. Er brachteein Jnstrumentenkästchen hervor, und durch richtige und geschickteAnwendung von Zangen zog er die Waffe aus der verwundetenBrust, und hielt durch blutstillende Mittel und Verband denBlutverlust auf, der sich einstellte, während der Hund mit Ge-