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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
Seite
226
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ren Verweis auf Worte beschränkt, oder ob sie eine nachdrück-lichere Aeußerung ihrer Unlust hinzugefügt hatte.

Was ist nun zu thun?" sagte die Königin zu Edith,flüsternd und in sichtbarer Unruhe.

WaS nothwendig ist," sagte Edith fest.Wir müssen die-sen Edelmann sehen, und uns seiner Gewalt anvcrtrauen."

So sagend, bewegte sie schnell einen Vorhang, der an ei-ner der Wände den Eingang verhüllte.

Um Himmclswillen, laß ab bedenke," sagte die Königin,mein Gemach unser Anzug diese Stunde meine Ehre!"

Aber ehe sic ihre Vorstellungen vollenden konnte, war derVorhang weg, und der bewaffnete Ritter war von der Ge-sellschaft der Damen nicht länger getrennt. Die Wärme derNacht war Ursache, daß die Königin Berengaria und ihre Um-gebung einfacher und leichter gekleidet waren, als es ihrStand und die Gegenwart eines männlichen Zeugen vonRang erlaubten. Dies bedachte die Königin, und floh miteinem lauten Schrei aus dem Gemach, wo Sir Kenneth sicht-bar wurde, in einem Seitengemach des großen Zeltes, dasvon dem Gemach, wo sich die Frauen befanden, nun nichtmehr zu unterscheiden war. Der Schmerz und die Aufgeregt-heit sowohl als das dringende Verlangen, dem schottischenRitter eine schnelle Erklärung zu geben, waren vielleicht dieUrsache, daß Lady Edith vergaß, daß ihre Locken aufgelöstseien, und daß ihr Anzug nicht in der Verfassung wäre, wiees die Sitte heischte von edlen Fräuleins in einem Zeitalter,das eben nicht das sprödeste und strengste der Vergangenheitwar. Ein leichtes fliegendes Gewand von blaßrother Seidemachte ihren Hauptanzug aus mit mörgcnländischen Pantoffeln,in welche sie in der Eile mit bloßen Füßen geschlüpft war, undeinem Schleiertuch, das sie eilig und leicht um die Schultern