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als Eure Worte meinen königlichen Verwandten überredenkönnten, ein Vergehen im Kriegsdienst zu verzeihen. Q, umGotteswillen, entlasset diesen Edelmann, wenn Ihr ihn wirk-lich hierher verlockt habt! Ich will ja gerne die Schande be-halten, ihn eingeladen zu haben, wenn ich nur weiß, daß erdorthin zurückgekehrt ist, wohin ihn seine Schuldigkeit ruft!"
»Steht auf, Base, steht auf," sagte die Königin Bcrenga-ria, „und seid versichert, Alles wird besser gehen, als Ihrglaubt. Steht . uf, liebe Edith; es thut mir leid, meinenSpaß mit einem Ritter getrieben zu haben, an dem Ihr sotiefen Antheil nehmt. — Nein, ringt nicht die Hände — ichwill es glauben, daß du ihn nicht liebst — lieber Alles glau-ben, als dich in einer so kläglichen Verfassung sehen. — Ichverspreche dir's, ich will alle Schuld bei Richard auf michnehmen zu Gunsten deines schönen schottischen Freundes —deines Bekannten wollt' ich sagen, weil du ihn als Freundnicht anerkennst. Nein, blick' mich nicht mit dem Auge desVorwurfs an. — Wir wollen NectabanuS senden, diesen Rit-ter der Standarte zu seinem Posten zu entlassen; und wirselbst wollen ihm künftig einmal die Gnade anthun, ihn fürseine Wildgansjagd zu entschädigen. Er ist, wie ich vermuthe,in einem benachbarten Zelt befindlich."
»Bei meiner Lilienkrone und meinem Rohrscepter," sagteNectabanus, „Eure Majestät ist im Jrrthum — er ist näher,als Ihr wisset — er liegt hinter diesem Vorhang verschanzt."
„Und konnte jedes Wort hören, das wir gesprochen ha-ben!" rief die Königin, nun ihrerseits überrascht und be-troffen. — „Fort mit dir, du thörichtes, boshaftes Unge-heuer!"
Als sie diese Worte sagte, floh Nectabanus aus dem Zeltmit einem Geheul, das es zweifelhaft ließ, ob Berengaria ih-Der Talisman. I. 15