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nicht zum zweitenmale darbieten durfte, Gnade in den Augenderjenigen zu finden, welche er zur Herrin seiner Neigungerwählt hatte. Zu gleicher Zeit vermehrte der Zwerg seineUnentschlossenheit, indem er darauf bestand, daß ihm Kennet-den Ring zurückgeben oder ihn ohne Zögern begleiten solle.
„Geduld, nur für einen Augenblick," sagte der Ritter, undsprach dann zu sich selbst: „Bin ich ein Unterthan oder Knechtvon König Richard, oder ein freier Ritter, der zu dem Kreuz-zug geschworen hat? Und wem zu Ehren bin ich mit Lanzeund Schwert hierher gekommen? — unserer heiligen Sacheund meiner unvergleichlichen Dame!"
„Den Ring, den Ring!" rief der Zwerg ungeduldig; „fal-scher und fahrlässiger Ritter, gib mir den Ring zurück, denzu berühren oder zu betrachten du nicht würdig bist "
„Nur einen Augenblick, guter Nectabanus," sagte SirKennet-; „störe mich nicht in meinen Gedanken. — Wie wenndie Saracenen grade jetzt unsere Linien angriffen? Würdeich dann hier stehen bleiben wie ein Vasall von England,wachend, daß der Stolz des englischen Königs keine Demü-thigung erfahre, oder würde ich zu der Bresche eilen, und fürdas Kreuz fechten? Fürwahr ich würde zu der Bresche eilen;aber der Sache Gottes zunächst stehen die Gebote meiner ho-hen Herrin, — Und doch — der Befehl des Löwenherz —mein eigenes Versprechen ! — Nectabanus, ich beschwöre dichnoch einmal, willst du mich weit von hier führen?"
„Nur zu jenem Zelte, und, weil Ihr es durchaus wissenmüsset," versetzte Nectabanus, „der Mond strahlt an der ver-goldeten Kugel wieder, die das Dach krönet, und die so vielwerth ist, daß man einen König damit loskaufen könnte "
Ich kann in einem Augenblicke zurück sein," sagte derRitter, seine Augen vor allen ferneren möglichen Folgen fest