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her, Nectabanus. Sag' mir kurz und wahr, ob die hohe Dame,von der du sprichst, eine andere ist als jene Houri, mit de-ren Beistand ich dich die Kapelle zu Engaddi kehren sah.
„Wie! anmaßlicher Ritter," versetzte der Zwerg, „glaubstdu, daß die Herrin unserer königlichen Neigung, die Genossinunserer Hoheit und die Besitzerin unserer Huld sich wegwerfenwürde, einem Vasallen, wie du bist, einen Befehl zu geben!Nein, wie hoch du auch geehrt sein magst, du hast die Beach-tung der Königin Genevra noch nicht verdient — die Beach-tung der schönen Braut Arthurs, vor deren hohem Thronselbst Fürsten nur Däumlinge scheinen. Aber sieh' hier, undje nachdem du dies Zeichen anerkennst oder nicht, gehorcheoder widersctze dich den Befehlen derjenigen, welche mich ab-gesandt hat."
Als er dies sagte, gab er dem Ritter einen Rubinring indie Hand, welchen derselbe beim Mondschein leicht für denRing erkannte, der gewöhnlich den Finger der hochgebornenDame schmückte, deren Dienst er sich geweiht. Hätte er dieAechtheit des Zeichens in Zweifel ziehen können; er würdealler Ungewißheit enthoben worden sein durch ein fleischfar-biges Bändchen, das an den Ring geknüpft war. Dies wardie Lieblingsfarbe seiner Dame, die er selbst zu seiner Farbeerwählt hatte, und mehr als einmal hatte er die Fleischfarbein den Schranken und in der Schlacht über alle anderen denSieg erringen lassen.
Sir Kenneth war fast stumm vor Verwunderung, als erdies Zeichen in solchen Händen erblickte.
„Bei Allem, was heilig ist, von wem hast du dies Kenn-zeichen erhalten?" sagte der Ritter; „bring', wenn du kannst,deinen irren Verstand auf ein paar Minute» in Ordnung, undnenne mir die Person, von der du abgesandt bist, und den cigent-