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tigen Unternehmen, war gesunde Vernunft die Eigenschaft,welche am wenigsten geschätzt wurde, und die ritterliche Kraft,welche Zeit und Unternehmen forderten, wurde für entweihtangesehen, wenn sie mit einiger Besonnenheit gepaart war.Das Verdienst Philipps im Vergleich zu dem seines stolzenNebenbuhlers mar wie die klare, aber kleine Flamme einerLampe neben dem Schein einer großen Brandfackel, die, ob-wohl nicht halb so nützlich als jene, doch zehnmal mehr Ein-druck auf das Auge macht. Philipp fühlte mit Schmerzenseine Zurücksetzung in der öffentlichen Meinung, und es kanndarum nicht befremden, wenn er Gelegenheiten benutzte, dieihm vergönnten, seinen Charakter in ein vortheilhafteresLicht gegen den seines Nebenbuhlers zu stellen. Die gegen-wärtige Gelegenheit schien dieser Art: Klugheit und Leiden-schaftslosigkeit mochten hier mit Recht den Sieg über Eigen-sinn und ungestüme Gewaltthätigkeit erhoffen.
„Was soll dieser ungeziemende Zank zwischen den gc-schwornen Brüdern des Kreuzes — der königlichen Majestätvon England und dem fürstlichen Herzog Leopold? Wie ist esmöglich, daß diejenigen, welche die Führer und Pfeiler desheiligen Zuges"-
„Halt' ein mit deinen Verweisen, Frankreich," sagte Ri-chard, im Herzen gekränkt, sich mit Leopold auf gleiche Liniegesetzt zu sehen, jedoch nicht wissend, wie er es aufnehmensolle; „dieser Herzog oder Fürst oder Pfeiler, wenn's Euchbeliebt, ist anmaßend gewesen, und ich habe ihn bestraft —das ist Alles. Der ganze Lärm hier, fürwahr, ist wegeneines getretenen Hundes!"
„Majestät von Frankreich," sagte der Herzog, „ich berufemich aufEuch und auf alle herrschenden Fürsten gegen die schmäh-