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13 (1851) Der Talisman
Entstehung
Seite
194
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De Vaur, der sich hinter den König gestellt hatte, bestrebtesich, durch Blicke und Zeichen dem Marquis zu verstehen zu geben,daß er Richard nichts sagen solle von dem, was draußen vor-ging. Aber Conrad verstand nicht oder beachtete das Verbot nicht.

Was der Erzherzog von Oesterreich thut," sagte er,hatfür Jedermann eine geringe Bedeutung, für ihn selbst diegeringste, weil er vermuthlich nicht weiß, was er thut doch,die Wahrheit zu sagen, es ist eine Posse, an der ich nichttheilnehmen möchte, wenn er jetzt das Banner von Englandvom St. Georgsberge in der Mitte des Lagers niederreißt,und sein eigenes an jener Stelle aufrichtet."

Was sagst du?" rief der König mit einer Stimme,welche die Tobten hätte erwecken können.

Nun," sagte der Marquis,kann cs Eure Hoheit erzür-nen, wenn ein Narr Narrenstreiche"

Sprecht mir nicht," sagte Richard, von seinem Lagerspringend, und seine Kleider mit einer Geschwindigkeit anziehend,die wunderbarerschiensprecht mir nicht, Herr Marquis!De Multon, ich befehle es dir, sprich mir kein Wort wer nurfür eine Splbe Athem hat, ist kein Freund von Richard Plan-tagenet. Hakim, sei still, ich mache dir's zur Pflicht!"

Unterdessen hatte sich der König hastig angckleidet, und mitdem letzten Wort riß er das Schwert von dem Pfeiler des Ge<zeltes, und sprang ohne andere Waffe und ohne alles Gefolgezur Thüre hinaus. Conrad hielt wie vor Erstaunen die Händeempor, und schien mit de Vaur sprechen zu wollen; aber SirThomas stieß ihn heftig zurück, rief einen der königlichen Stall-meister, und sagte hastig:Flieg' zu Lord Salisbury's Quar-tier, laß ihn seine Mannschaft versammeln, und mir augen-blicklich zu St- Georgsberge folgen. Sag' ihm, das Fieberdes Königs habe sich vom Blut auf's Gehirn geworfen,"