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13 (1851) Der Talisman
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verachtete Richard als Normanne, dem Mäßigkeit eine Volks-sitte war, den Hang des Deutschen für die Vergnügungen derTafel und vornämlich seine Unmäßigkeit im Genuß des WeinS.Aus diesen und anderen persönlichen Gründen nährte der Kö-nig von England ein Gefühl der Geringschätzung gegen denöstreichischen Fürsten, das er weder zu verbergen, noch zumildern sich bemühte, und das folglich bald bemerkt, und vondem argwöhnischen Leopold mit tiefer Feindschaft beantwortetwurde. Der Zwiespalt zwischen ihnen wurde unterhaltendurch die schlauen und geheimen Künste Philipps von Frank-reich, eines der klügsten Monarchen seiner Zeit, welcher, daer den feurigen und ungestümen Charakter Richards, seinesnatürlichen Nebenbuhlers, fürchtete, und sich überdies durchdie befehlshaberische Miene, die derselbe ein Vasall Frankreichsfür seine Lehen auf dem Festland, gegen seinen Oberlehens-hcrrn annahm, beleidigt fühlte, Alles aufbot, seinen eigenenAnhang zu vergrößern, und den von Richard zu schwächen, in-dem er die kleineren Fürsten des Kreuzzugs zu einem Wider-stande vereinigte gegen das, was er die angemaßte Gewaltdes Königs von England nannte- Solches waren die poli-tischen Meinungen des Erzherzogs von Oestreich, als Conradvon Montserrat es unternahm, die Eifersucht desselben gegenEngland als Mittel zu gebrauchen, um den Bund der Kreuz-fahrer aufzulösen oder wenigstens schlaffer zu machen.

Er wählte zu seinem Besuch die Mittagsstunde und denVorwand, den Herzog mit einem ausgewählten Cpperwein, derihm neulich zugekommen sei, zu beschenken, und die Vorzügedesselben durch einen Vergleich mit den Rhein- und Ungarwcinenzu beurtheilen. Ein solcher Vorschlag wurde natürlich durch einehöfliche Einladung zur crzherzoglichen Tafel beantwortet, undAlles ward aufgcboten, um das Mahl dem Glanze eines re-