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der fürstlichen Nähe eigen ist, voll Ergebenheit, aber ohneUnterwürfigkeit und Kriecherei.
„Dein Name," sagte der König, „ist Kenneth vom Leo-parden. — Von wem hast du den Ritterschlag erhalten?"
„Von dem Schwerte Wilhelms des Löwen, Königs vonSchottland," versetzte der Schotte.
„Ein Schwert," sagte der König, „das würdig ist, Ehrezu crtheilen, auch hat es die Schulter keines Unwürdigen berührt.Wir haben dich ritterlich und herzhaft im Schlachtgedränge käm-pfen gesehen, wo's am meisten Noth that; und du hättest nichterst noch zu erfahren, daß uns deine Dienste bekannt sind,aber deine Anmaßung in anderer Hinsicht war der Art, daßdeine Verdienste keinen besseren Lohn als Verzeihung für Über-tretung fordern konnten. Was sagst du dazu? sprich!"
Kenneth versuchte zu sprechen, aber er war unfähig, sichdeutlich auszudröcken: das Bewußtsein seiner zu anmaßlichenLiebe und der scharfe Falkenblick, womit Löwcnherz sein innerstesHerz zu durchbohren schien, vereinten sich, ihn zu verwirren-„Und doch," sagte der König, „obgleich Krieger dem Be-fehl gehorchen, und Vasallen ehrerbietig sein sollen gegenHöhere; so möchten wir einem braven Ritter selbst ein grö-ßeres Verschulden erlassen, als das einen Hund zu halten,obgleich es unserem kundgegebencn Befehle zuwider ist."
Richard hielt sein Auge fest auf das Gesicht des Schottengeheftet, und bemerkte, mit innerem Lachen, die Erleichterung,welche er durch diese Wendung dem Angeklagten verschafft habe-„So gefalle cs Euch, Herr," sagte der Schotte, „EureMajestät muß uns armen Edelleuten von Schottland in dieserSache was zu Gute halten. Wir sind fern von Haus, arman Einkommen, und wir können es nicht machen, wie Eurereichern Edelleute, die Credit bei den Lombarden haben. Die