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dieser Schotte, dieser Gesandte, traf den reisenden Arzt inder Grotte von Engaddi — nicht so?"
„Nein, mein Fürst," versetzte de Vaur, »aber er traf, wieich glaube, nahe bei diesem Ort einen saracenischen Emir,dem er einige Beweise seiner Stärke ablcgte, und als er ihnseiner Gesellschaft würdig gefunden, gingen sie zusammen, wiefahrende Ritter pflegen, nach der Grotte von Engaddi."
„Hier hielt de Vaur inne: denn er war keiner von de-nen, die eine lange Geschichte in einem Athem erzählen.
„Undtrafen sie dort den Arzt?" fragtcderKönig ungeduldig.
„Nein, mein Fürst," erwiederte de Vaur; „sondern derSaracen, als er von Eurer Majestät schwerer Krankheit horte,machte den Versuch, ob Euch Saladin seinen eigenen Arztmit Zeugnissen seiner ausgezeichneten Geschicklichkeit zusendenwolle, und hierauf erst kam der Arzt in die Grotte, nachdemder schottische Ritter einen Tag und mehr auf ihn gewartethatte. Er hat ein Gefolge, wie ein Fürst, Trommeln undPauken, Diener zu Fuß und zu Roß, und er bringt ein Be-glaubigungsschreiben von Saladin mit."
„Hat Giacomo Loredani dasselbe geprüft?"
„Ich habe es dem Uebersetzer gezeigt, ehe ich es hierherbrachte, und hier ist sein Inhalt auf Englisch."
Richard nahm eine Pergamentrolle, auf welcher folgendeWorte geschrieben stunden:
„Der Segen Allah's und seines Propheten Mahommed"— — (Pfui über den Hund!" rief Richard aus mit verächt-licher Miene); „Saladin, der König der Könige, das Lichtund die Zuflucht der Erde, an den großen Melech Ric, Ri-chard von England Gruß. Da man uns benachrichtigt hat,daß die Hand der Krankheit schwer auf dir liege, unser kö-niglicher Bruder, und daß du nur nazarenische und jüdische