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-eiten oder wenn beide, wie es jetzt der Fall war, für einegemeinschaftliche Sache, welche durch religiöse Vorstellungengeheiligt wurde, in Krieg verwickelt waren, die Kriegslustigenbeider Länder oft neben einander fochten, wo ihre National-eifersucht sie anspornte, sich vor einander auszuzeichnen durchKraftaufwand gegen de» gemeinschaftlichen Feind.
Der freie, soldatische Charakter Richards, der keinen Un-terschied machte -wischen seinen eignen Unterthanen und denenWilhelms von Schottland, außer je nachdem sie sich auf demSchlachtfeld betrugen, war sehr geeignet, die Krieger beiderVölker zu befreunden. Aber während seiner Krankheit undder dadurch für die Kreuzfahrer herbeigcsührten mißlichen Lagebrach der Nationalzwicspalt -wischen den verschiedenen Hee-ren, d'e sich zum Kreuzzug vereinigt hatten, von selbst wie-der aus, grade so wie alte Wunden von Neuem aufbrechen,wenn der Körper von Krankheit und Siechthum befallen ist.
Schotten und Engländer, gleich eifersüchtig und hochfah-rend, beide äußerst empfindlich — die ersteren um so mehr, weilsie ärmer und schwächer waren — fingen an, den Zeitraum,wo der Waffenstillstand ihnen verbot, ihre-vereinte Rache anden Saracenen auszulassen, durch innere Uneinigkeiten auszu-füllen. Gleich jenen Feldherrn des alten Roms wollten dieSchotten keinen Höheren anerkennen, und ihre südlichen Nach-barn wollten keine Gleichheit -ulassen. Da gab es Vorwürfeund Beschuldigungen, und gemeine Krieger sowohl als Füh-rer und Befehlshaber grollten in der Zeit des Unglücks ge-gen die, deren gute Kameraden sie zur Zeit des Sieges ge-wesen waren, obgleich Einigkeit in diesem Augenblicke nöthi-ger als je war, nicht allein zum Gelingen der Gemcinsache,sondern auch zur beiderseitigen Sicherheit. Die nämliche Un-einigkeit zeigte sich zwischen Franzosen und Engländern, zwi-