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heute!? Schlau und gewandt wird er euch oft seine Pläne wechselnwie die Verzierungen seines Wamses, und ihr werdet nie imStande fein, die Farbe zu errathen, die seine Kleider auf der Kehr-seite haben- Und Ritterlichkeit, ja er sitzt schön zu Pferd, er zeigt vielAnstand aufdcr Stechbahn und in den Schranken, wo Schärfe undSpitze der Schwerter abgestumpft sind, wo die Speere mitHolz-fiücken statt mit Stahlspitzen versehen find- Warst du nicht mit mir,als ich zu diesem munteren Marquis sagte: Wir sind hier drei guteChristen, und aus jener Ebene dort schwärmt ungefähr ein SchockSaracenen, was meint ihr, wenn wir sie frisch angreifen? Es kom-men nur zwanzig ungläubige Heiden ausjedcn frommen Ritter?"
„Ich erinnere mich, daß der Marquis antwortete," sagte deVaur, »daß seine Glieder von Fleisch und nicht von Eisenwären, und daß er es vorzöge, das Herz eines Menschen zu haben,als das eines Thieres, wäre es auch das des Löwen. Aber ich sehenun, wie's steht — wir werden aufhören, wie wir angesan-gen, ohne Hoffnung, am heiligen Grabe zu beten, bevor derHimmel die Gesundheit des Königs Richard hergestcllt hat."
Bei dieser ernsten Bemerkung brach Richard in ein lautes Ge-lächter aus, das erste, dasihm seitgeraumerZeitentfuhr- »Sieh,welch' ein Ding das Gewissen ist," sagte er, „daß durchseine Ein-mischung ein so hartköpfiger nordischer Lord, wie du bist, seinen Kö-nig zum Bekenntniß seiner Thorheit zwingen mag! Wahrhaftig,wenn sie sich nicht fürfähig ausgeben, meinen Feldherrnstab zu hal-ten ; wenig sollte cS mich dann kümmern, die seidene Bedeckung die-ser Puppen zu lüpfen, die du mir hinter einander gezeigt hast. —Was kann mir daran liegen, in was für schönen Brokatkleidern siesich blähen, wofern sie nicht als meine Nebenbuhler genannt werdenin dem ruhmreichen Unternehmen, dem ich mich geweiht habe? Jade Vaux, ich bekenne meine Schwachheit und die Unerträglichkeitmeines Ehrgeizes. Das Christenlager schließt ohne Zweifel mehr